COMBA TELECOM HD-,10
- DER AKTIONÄR

Nebenwerte made in China

Chinas Aktienmärkte laufen und laufen. Der Shanghai B-Share Index hat in einem halben Jahr mehr als 160 Prozent zugelegt. Saftig gestiegen ist auch dessen Bewertung: Das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei rund 100 und lässt Anleger vor einem Investment zurückschrecken. Angesichts der schon fast beängstigend gestiegenen Kurse fragen sich viele, ob sich ein Einstieg in China-Werte noch lohnt.

Die Aktienmärkte im Reich der Mitte brodeln – was auch Unternehmen aus der zweiten Reihe wieder in den Blickpunkt rückt. DER AKTIONÄR gibt einen Überblick.

Chinas Aktienmärkte laufen und laufen. Der Shanghai B-Share Index hat in einem halben Jahr mehr als 160 Prozent zugelegt. Saftig gestiegen ist auch dessen Bewertung: Das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei rund 100 und lässt Anleger vor einem Investment zurückschrecken. Angesichts der schon fast beängstigend gestiegenen Kurse fragen sich viele, ob sich ein Einstieg in China-Werte noch lohnt. Dazu kommt die Furcht vor einer Überhitzung an den Börsen – eine Gefahr, welche die chinesische Regierung vor allem mit der Anhebung der Leitzinsen und des Mindestreservesatzes für Banken einzudämmen versucht. Vor wenigen Tagen hat die Führung zudem den chinesischen Renminbi leicht aufgewertet, was den Export verteuert. Gebannt ist die Gefahr noch nicht, weshalb etwa der frühere US-Notenbankchef Alan Greenspan vor einer neuerlichen Korrektur warnt.

Kleine Werte, große Wirkung

Das alles rückt kleinere Unternehmen aus der zweiten Reihe wieder stärker in den Blickpunkt. Zumal die Börsen des Boomlandes gerade auf längere Sicht noch aussichstreiche Anlagemöglichkeiten bieten. Fondsmanagerin Gigi Chan der britischen Threadneedle Investments betont, dass unter dem Strich die Fundamentaldaten der Unternehmen intakt sind. Dazu komme eine kräftig anziehende Binnennachfrage dank einer rasch wachsenden Mittelschicht. Große Chancen sieht Chan zum Beispiel bei kleineren Anbietern der Mobilfunkbranche, da der Markt noch nicht gesättigt ist und kleinere Firmen gegenüber den Schwergewichten tendenziell ein höheres Entwicklungspotenzial haben.

Mobilfunk bleibt gefragt

Ein Kaufkandidat ist Comba Telecom Systems, ein Hongkonger Anbieter von Technologien für die drahtlose Telekommunikation, insbesondere bei Mobilfunk, Radio und Fernsehen. Zum Programm zählen Verstärker, verschiedenes Übertragungsgerät, Antennen und Systeme zur Nutzung digitaler Mikrowellen. Nach einem schwachen Geschäftsjahr 2005 hat sich 2006 mit einem Umsatzplus von gut 30 Prozent auf umgerechnet 147 Millionen Euro und einem Nettogewinnzuwachs um rund 60 Prozent auf 7,8 Millionen Euro umso besser entwickelt. Bis Ende nächsten Jahres rechnen Analysten im Schnitt mit 252 Millionen Euro Umsatz und einem Nettoertrag von mehr als 24 Millionen Euro.

Längerfristig anlegen

Wer Chinas Börsenrallye verpasst hat und längerfristig anlegen will, kann auch heute noch einsteigen, etwa in Nebenwerte wie dem Hersteller drahtloser Übertragungstechnologien Comba Telecom Systems. Die Prognosen für das Unternehmen sind vielversprechend und die Aktie ist mit einem 2008er-KGV von 11 günstig bewertet. Anleger sollten mit Limit ordern, da die Handelsumsätze nicht sehr hoch sind.

Kursziel bei Comba Telecom Systems: 0,43 Euro. Stopp: 0,26 Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 23/2007.

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