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Nach Korrektur – wie geht es weiter?

Im vergangenen Monat haben Anleger gesehen, dass an allen Wachstumsmärkten Korrekturen stattfinden. Der US Börsenexperte Harry S. Dent hat nach dem Kursrutsch an den Weltbörsen die wichtigsten Indizes analysiert.

Im vergangenen Monat haben Anleger gesehen, dass an allen Wachstumsmärkten Korrekturen stattfinden. Der US Börsenexperte Harry S. Dent hat nach dem Kursrutsch an den Weltbörsen die wichtigsten Indizes analysiert.

Rohstoffe, Schwellenländer, Technologie, Small Caps - all diese Märkte sind unter kleineren Korrekturen stetig gestiegen und die Trader haben schließlich beschlossen, die Entschlossenheit der Anleger zu testen. Die im Emerging Markets-Index enthaltenen Entwicklungsländer haben seit Ende 2002 den heftigsten Boom hinter sich, aber sie sind auch den stärksten Schwankungen unterworfen. Bis jetzt hat es an den Emerging Markets schon eine Korrektur um 20 Prozent gegeben. Mit weiteren Rückgängen ist zu rechnen, weil diese Märkte empfindlich auf die Rohstoffpreise reagieren.

Technische Indikatoren

Alle Wachstumsmärkte beziehen Prügel von den Tradern. Die Rohstoffe haben über 20 Prozent abgegeben, die Emerging Markets 20 Prozent, Technologie und Small Caps zehn Prozent und der Dow Jones gut fünf Prozent. Je weiter ein Markt steigt, desto mehr wird er getestet. An den Märkten, an denen wir investiert sind – von Technologie bis Small Cap – ist das Verlustrisiko aber nach wie vor sehr begrenzt. Der wichtigste Trend für unsere technischen Indikatoren ist der Dow Channel. Seit den Tiefs im Oktober 2002 testet der Dow Jones immer wieder die untere Kanalbegrenzung, wo die Bewertung für langfristige Käufe am interessantesten ist. Die jüngste Korrektur hat den Index sehr dicht an die untere Begrenzung herangeführt, die gerade den Bereich um 10.900 durchläuft. Wenn die untere Begrenzung deutlich durchbrochen wird, wäre das für unsere Indikatoren ein Problem.

Kurzfristige Kaufgelegenheit

Aufgrund der Tatsache, dass der Aktienmarkt kurzfristig stark überverkauft ist, glauben wir, dass der Dow Channel hält und wieder eine großartige kurzfristige Kaufgelegenheit zwischen 10.900 und 11.040 Punkten bietet. Der Dow Channel spricht sehr stark dafür, dass die jetzige Korrektur den tiefsten Stand des Jahres beinhaltet und dass der Dow Jones im restlichen Verlauf des Jahres auf jeden Fall steigt, auch wenn der vierjährige Präsidentschaftszyklus tendenziell eine kleinere Korrektur erwarten lässt. Wir rechnen damit, dass der Dow Jones im Juli oder August 2006 neue Höhen erreicht und dass dann eine leichte Korrektur bis zur unteren Trendlinie folgt, die Ende Oktober durch 11.400 Punkte läuft. Danach dürfte eine kräftigere Erholung kommen, die im Zuge des Vier-Jahres-Präsidentschaftszyklus zwischen Ende 2006 und Ende 2007 die größte Dynamik erreichen dürfte. Wenn der Kanal hält, dürfte der Markt bis Ende 2006 auf 11.600 oder mehr Punkte steigen. Wie schon gesagt, dürfte in diesem Zeitrahmen eine Erholung um fast 50 Prozent beginnen. Wenn das passiert, könnte der Dow Jones im Jahre 2007 den Bereich von 17.000 Punkten erreichen und damit hätte die nächste Blase begonnen!

Dies ist ein Auszug aus der neuesten Ausgabe aus dem Börsenbrief H.S. Dent Forecast. Darin veröffentlicht US-Staranalyst Harry S. Dent monatlich sein aktuelles Research zu Aktien, Immobilien & Co. Hier erhalten Anleger die Informationen, die sie brauchen, um erfolgreich an den Märkten zu agieren. Hier erfahren sie mehr über H.S. Dent Forecast.

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