SGL Carbon
- Stefan Limmer - Redakteur

Nach BMW-Meldung: SGL Carbon im freien Fall

SGL Carbon notiert am Donnerstag deutlich im Minus und führt die Verliererliste im MDAX an. BMW kündigte an, dass die Beteiligung an dem MDAX-Konzern in den nächsten zwölf Monaten nicht weiter ausgebaut wird. Die Übernahmefantasie ist somit verschwunden.

BMW besitzt aktuell rund 16 Prozent an SGL Carbon. Damit befindet sich der Premiumhersteller in guter Gesellschaft. Die BMW-Großaktionärin Susanne Klatten hält über ihre Beteiligungsfirma Skion einen Anteil von knapp 27 Prozent. VW besitzt rund zehn Prozent. Der Anlagenbauer Voith hält 9,14 Prozent. BMW teilte nun mit, in den nächsten zwölf Monaten keine weiteren Stimmrechte an SGL Carbon erwerben zu wollen. Zukäufe würden nur stattfinden, um eine Verwässerung zu verhindern und den Anteil an dem Carbonhersteller zu wahren. Somit schwindet die Chance auf eine Komplettübernahme.

Auf Tauchstation

Die Aktie des MDAX-Titels befindet sich bereits seit mehreren Tagen im Rückwärtsgang. Innerhalb von fünf Handelstagen verlor die SGL-Aktie rund 20 Prozent an Wert. Aus charttechnischer Sicht ist die nächste Unterstützung bei rund 36 Euro zu finden. DER AKTIONÄR hatte zuletzt einen Stoppkurs bei 40 Euro empfohlen. Anleger sollten vor dem Wiedereinstieg eine Beruhigung des Aktienkurses abwarten.

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| Werner Sperber | 0 Kommentare

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