Logitech International
- DER AKTIONÄR

Na, du kleine Maus?

"Hauptsache ohne Schnur" – so könnte das Motto von Logitech lauten. Denn beim Schweizer Anbieter von Computerzubehör geben derzeit vor allem solche Produkte den Ton an, die ohne Kabel auskommen. So ist insbesondere die starke Nachfrage nach kabellosen Computermäusen und Tastaturen für das gute Ergebnis im abgelaufenen zweiten Geschäftsquartal, das am 30. September zu Ende ging, verantwortlich.

Das zweite Geschäftsquartal hat beim Schweizer Logitech-Konzern erneut für Rekorde gesorgt.

"Hauptsache ohne Schnur" – so könnte das Motto von Logitech lauten. Denn beim Schweizer Anbieter von Computerzubehör geben derzeit vor allem solche Produkte den Ton an, die ohne Kabel auskommen. So ist insbesondere die starke Nachfrage nach kabellosen Computermäusen und Tastaturen für das gute Ergebnis im abgelaufenen zweiten Geschäftsquartal, das am 30. September zu Ende ging, verantwortlich. Doch auch Audio- und Videoprodukte wie Webcams liefen gut. Dabei waren die Wachstumsraten in allen Absatzmärkten (in Nord- und Südamerika, in Europa, dem Mittleren Osten und Afrika sowie im asiatisch-pazifischen Raum) nahezu gleich gut verteilt. Insgesamt schraubte Logitech seinen Umsatz im jüngsten Jahresviertel um nahezu 20 Prozent auf umgerechnet rund 400 Millionen Euro hoch. Den Gewinn steigerte das Unternehmen um etwa 36 Prozent auf knapp 40 Millionen Euro.

Kalifornier im Boot

Bevor die Aktionäre sich angesichts solcher Rekorde langweilen – immerhin hat der Konzern damit nach eigenen Angaben im 32. Quartal in Folge ein zweistelliges Umsatzwachstum erzielt –, hat Logitech neben der Bekanntgabe der Zahlen in der vergangenen Woche noch gleich die Übernahme der US-Firma Slim Devices gemeldet. Und das sollte die Anteilseigner in jedem Fall aufhorchen lassen. Denn die Kalifornier, die trendige Audiosysteme für digitale Musik anbieten, passen ideal zur neuen Strategie, die Logitech ausgegeben hat: Die Schweizer wollen sich künftig im boomenden Bereich der Unterhaltungselektronik positionieren. Aussichten, die mittel- bis langfristig auch dem Aktienkurs Rückenwind verleihen sollten.

Prognosen angehoben

Vor diesem Hintergrund werden die Anleger wohl auch den Kaufpreis für Slim Devices von 20 Millionen Dollar verschmerzen, der das Gesamtergebnis nur geringfügig schmälert. Logitech selbst jedenfalls rechnet nun für das Geschäftsjahr 2006/07 mit einem Umsatzplus von 17 Prozent und einem Ergebniszuwachs um 20 bis 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit haben die Schweizer die eigenen Prognosen deutlich angehoben; ihre vorherigen Schätzungen hatten auf jeweils nur 15 Prozent gelautet.

Einladung zum Investment

Ein starkes Quartalsergebnis, gute Aussichten und eine Übernahme, die eine gehörige Portion Kursfantasie mit sich bringt – die Aktie von Logitech bietet sich zurzeit gleich aus mehreren Gründen zum Investieren an.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 44/2006.

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