MunichRe
- Maximilian Völkl

Munich Re: Alles nur Zufall? Das sagen die Analysten

Starke Zahlen haben die Aktie des Rückversicherers Munich Re am Donnerstag beflügelt. Dank geringer Schäden durch Naturkatastrophen hat der DAX-Konzern unter dem Strich einen Überschuss von 3,1 Milliarden Euro erwirtschaftet. Dies sind zwar rund 100 Millionen Euro weniger als im Vorjahr, dennoch soll die Dividende um 50 Cent auf 8,25 Euro steigen.

Die geringen Großschäden verdanke die Munich Re aber schlicht dem Zufall, so Finanzvorstand Jörg Schneider. Insgesamt trüben das Zinstief, der Preiskampf in der Rückversicherungsbranche und das Minus der Erstversicherertochter Ergo das Bild etwas ein. Schneider bezeichnete den Jahresgewinn angesichts der Umstände allerdings als „erfreulich“.

Zufriedene Experten

Bei den Analysten kamen die Zahlen ebenfalls gut an. Besonders bullish zeigt sich weiterhin die Société Générale. Analyst Vikram Gandhi hat die Einstufung für Munich Re auf „Buy“ mit einem Kursziel von 200 Euro bestätigt. Zwar hätten hohe Reserve-Auflösungen und Steuergutschriften zum besser als erwarteten operativen Ergebnis beigetragen, so der Experte. Dies sei letztlich aber einer konservativen Herangehensweise des Rückversicherers zu verdanken. Auch die leicht gesunkenen Preise bei der Erneuerungsrunde im Januar seien in Anbetracht des schwierigen Umfelds ein durchaus gutes Ergebnis.

Analyst Daniel Bischof von der Baader Bank hat den Rückversicherer auf „Hold“ mit einem Kursziel von 182 Euro belassen. Der Konzern habe für das vierte Quartal ein unerwartet starkes operatives Ergebnis erzielt, begünstigt von einer hohen Reserve-Auflösung im Geschäft mit Schaden- und Unfallrückversicherungen. Das schwache Ergebnis der Tochter Ergo habe dies zwar teilweise konterkariert. Die starke Bilanz und das gute Kapitalmanagement der Munich Re seien aber nach wie vor beeindruckend.

Basisinvestment für Dividendenjäger

Seit 1969 hat die Munich Re die Dividende nicht mehr gesenkt. Mit einer Dividendenrendite von derzeit 4,7 Prozent und satten Kapitalreserven bleibt die Aktie ein Basisinvestment für Dividendenjäger. Nach den Zahlen hat sich die Stimmung auch wieder aufgehellt. Der Stoppkurs liegt bei 157,50 Euro.

(Mit Material von dpa-AFX)

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