MunichRe
- Jan Heusinger

Munich Re: So geht es jetzt weiter

Anleger zeigen sich von den Quartalszahlen der Munich Re enttäuscht. Seit dem Hoch Ende April ging es um bis zu acht Prozent nach unten. Das Chartbild ist durch den Abverkauf angekratzt. Doch sowohl technisch als auch fundamental sind die Aussichten trotzdem rosig. Auch DER AKTIONÄR sieht weiteres Potenzial.

Der operative Gewinn des weltgrößten Rückversicherers sank im Q1 um 32 Prozent auf 875 Millionen Euro. Grund für den Einbruch waren höhere Belastungen durch Großschäden. Diese stiegen von 62 Millionen Euro im Vorjahr auf stattliche 479 Millionen Euro. Insbesondere der Taifun Jebi riss mit 267 Millionen ein dickes Loch in die Kassen bei den Münchnern.

Analysten weiter bullish

Während Anleger die Zahlen mit einem Minus von bis 2,6 Prozent quittierten, zeigten sich die Analysten weniger beeindruckt und schraubten die Kursziele teilweise sogar nach oben. Am optimistischen zeigen sich die Analysten der britischen Großbank HSBC. Sie trauen der Aktien noch 15 Prozent Luft nach oben zu.

Auch das Analysehaus RBC hält Kurssteigerungen im zweistelligen Prozentbereich für möglich. Das etwas schwächere operative Ergebnis sei angesichts des konservativen Ausblicks des Unternehmens kein Grund zur Sorge, so der Experte Kamran Hossain.

Kein technisches K.o.

Der Dividendenabschlag sowie der jüngste Rückgang der Märkte setzen dem Chartbild des Unternehmens kräftig zu. Der kurzfristige Aufwärtstrend und die 50-Tage-Linie wurden durchbrochen. Der langfristige Aufwärtstrend ist aber weiterhin intakt. Dieser verläuft gegenwärtig bei 191,00 Euro. Auch die 200-Tage-Linie dient noch als Auffangnetzt bei 195,47 Euro. Vor dieser Marke warten noch horizontale Unterstützungen bei 205,40 und 204,30 Euro.

Langfristig klarer Kauf

Die Aktie muss schnellstmöglich die 50-Tage-Linie zurückerobern, um einem kurzfristigen Abwärtstrend entgegenzuwirken. Trader bleiben daher vorerst an der Seitenlinie. Für langfristige Anleger hat sich durch die Q1 Zahlen aber nichts verändert: Die Munich-Re-Aktie ist weiterhin ein Kauf.

 

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Munich Re.

Hinweis auf Interessenkonflikte gemäß §34b WpHG: Der Autor hält Positionen an Munich Re, die von einer etwaigen aus der Publikation resultierenden Kursentwicklung profitieren.

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