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- Thorsten Küfner - Redakteur

Munich Re: Gewinn sinkt, Dividende steigt

Die Munich Re hat im vierten Quartal einen Gewinnrückgang von 1,2 auf 0,7 Milliarden Euro ausgewiesen. Für das Gesamtjahr lag der Überschuss mit 3,2 Milliarden Euro nahezu auf dem Vorjahresniveau. Während der weltgrößte Rückversicherer mit seinem Ausblick eher enttäuschte, überraschten die Münchner mit der deutlichen Dividendenanhebung.

Mit ihren Zahlen für das vierte Quartal verfehlte die Munich Re die Erwartungen der Analysten. Sie hatten im Vorfeld mit einem Überschuss von 0,8 Milliarden Euro gerechnet. Die Bruttoprämien lagen mit 48,8 Milliarden Euro ebenfalls unter den Prognosen er Experten (49,8 Milliarden Euro). Der Weltmarktführer leidet weiterhin unter dem harten Preiskampf in der Rückversicherungsbranche. Angesichts der niedrigen Zinsen haben mittlerweile auch zahlreiche Hedgefonds diesen Markt als relativ rentable Ertragsquelle entdeckt, zudem drückt das Ausbleiben von Großschäden ebenfalls das Preisniveau. Der Munich-Re-Vorstand geht daher davon aus, dass sich diese schwierige Situation 2015 „nicht wesentlich verändert“. Zur kompletten Unternehmensmeldung.

Dividende steigt stärker als erwartet
Denn die Anteilseigner des DAX-Konzerns können sich für 2014 über eine Ausschüttung von 7,75 Euro pro Aktie freuen. Im vergangenen Jahr erhielten sie noch 7,25 Euro, erwartet wurde am Markt lediglich eine Erhöhung um 0,25 Euro. Da die Munich Re seit 1969 nicht mehr die Dividende gesenkt hat, dürfen sich die Aktionäre also wohl auch in den kommenden Jahren auf eine satte Dividende von mindestens 7,75 Euro freuen, was aktuell einer Rendite von stattlichen 4,3 Prozent entspricht.

 

Aktie bleibt attraktiv
Phasen mit Preisdruck sind für die Munich Re nichts Außergewöhnliches. Zwar waren die Zahlen schwächer als erwartet, die mittel- bis langfristigen Perspektiven bleiben für das hervorragend geführte Unternehmen aber weiterhin gut. Mit einem KGV von 11, einem KBV von 1,2 und einer Dividendenrendite von 4,3 Prozent zählen die Papiere zu den günstigsten DAX-Titeln. Der Musterdepotwert bleibt daher ein Kauf.

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