MunichRe
- Markus Bußler - Redakteur

Munich Re: Die Chance auf weitere Gewinne

Der angekündigte Aktienrückkauf mit einem Volumen von einer Milliarde Euro erfreut die Anleger der Munich Re. Der Rückversicherer will bis zu 13 Millionen eigene Aktien erwerben und setzt damit das Ende April auslaufende Rückkaufprogramm fort. Dies sorgte für ein Plus von 1,3 Prozent bei der Aktie.

Die endgültigen Zahlen sehen Börsianer indes auf dem erwarteten Niveau. Auch der Ausblick überrasche nicht sonderlich. Für 2014 erwartet Vorstandschef Nikolaus von Bomhard mit drei Milliarden Euro rund zehn Prozent weniger Gewinn als im Vorjahr. Der Konsens der Expertenschätzungen liegt laut Händlern bei 2,95 Milliarden. 

Starkes Signal

Commerzbank-Analyst Frank Kopfinger stellt den anhaltenden Rückkauf als wichtigsten Punkt heraus. Das bisherige Programm läuft mit der Hauptversammlung Ende April aus. Dass es nun fortgesetzt werde, sei ein starkes Signal für die Kapitalausstattung und die Bereitschaft, auch bei fallenden Prämien eine aktionärsfreundliche Ausschüttungspolitik zu betreiben. Ein stabiler Überschuss werde in Verbindung mit einer geringeren Aktienanzahl zu weiter steigenden Dividenden führen, so der Experte. Er sieht sich in seiner positiven Einschätzung bestätigt. 

Der Ausblick auf das Jahr 2014 erscheine Analyst Sven Diermeier vom Analysehaus Independent Research trotz des herausfordernden Geschäftsumfelds realistisch. Der starke Wettbewerb und eine Normalisierung der Steuerquote erschwerten unter anderem die Lage. Mit positiven Ergebnisüberraschungen ist aus seiner Sicht im laufenden und dem kommenden Jahr nicht zu rechnen. Auch die Bewertung lasse kein deutliches Aufwärtspotenzial erwarten. Wegen der sinkenden Aktienanzahl hob Diermeier seine Prognose für den Gewinn je Aktie aber etwas an.

Basisinvestment mit Potenzial

Die aktuelle Konsolidierung bietet eine gute Einstiegschance. Die Aktie der Munich Re bleibt mit der traditionell hohen Dividende ein Basisinvestment. DER AKTIONÄR sieht das Kursziel für den DAX-Titel bei 190 Euro. Den Stoppkurs sollten Anleger bei 119 Euro platzieren.

(mit Material von dpa-AFX)

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