MTU
- Michael Schröder - Redakteur

MTU Aero Engines: Langstreckenflug mit Top-Rendite

Immer mehr Experten warnen vor deutlichen Rücksetzern an den Aktienmärkten. Hinzu kommt, dass viele große Adressen unterinvestiert sind. Das ist die beste Basis für weiter steigende Kurse. DER AKTIONÄR hat sich einen der Gipfelstürmer aus dem MDAX einmal genauer angeschaut und die weiteren Kurschancen untersucht.

Über den Wolken. Die Freigabe zum Start in eine neue Dimension hat die Aktie der MTU Aero Engines AG bereits im Herbst 2008 erhalten. Vom damaligen Tief bei 12,87 Euro legte der Kurs des Triebwerkbauers bereits um satte 850 Prozent an Wert zu. Es sieht nicht so aus, als habe der MDAX-Konzern seine endgültige Reiseflughöhe erreicht.

Der Boom im Flugzeuggeschäft von Airbus und Boeing treibt den Triebwerksbauer kräftig an. Hier ist MTU unter anderem an den Riesenfliegern Airbus A380 und Boeing 747-8 beteiligt. Den Löwenanteil machen die Antriebe des Mittelstreckenjets Airbus A320 und dessen Neuauflage A320neo aus.

Im abgelaufenen Jahr übertrafen die Münchener die zuvor bereits angehobene Prognose. Der Umsatz legte um rund sieben Prozent auf gut 4,7 Milliarden Euro zu. Der operative Gewinn stieg um 14 Prozent auf 503 Millionen Euro. Der bereinigte Überschuss wuchs um rund 13 Prozent auf 345 Millionen Euro.

Nach den Umsatz- und Gewinnrekorden aus dem Vorjahr will MTU-Vorstand Reiner Winkler im neuen Jahr noch höher hinaus. „Mit dem Jahr 2017 wollen wir die größte Investitionsphase in der Geschichte der MTU bei anhaltend profitablem Wachstum abschließen“, so der Konzernlenker. Vor allem bei der Triebwerkswartung und -instandhaltung von Verkehrsflugzeugen rechnet er mit starken Zuwächsen. Das Militärgeschäft – hier ist MTU an den Antrieben der A400M und des Kampfjets Eurofighter beteiligt – dürfte sich dagegen rückläufig entwickeln. Der Umsatz soll bis zum Ende des Jahres um mehr als acht Prozent auf 5,1 bis 5,2 Milliarden Euro steigen. Gleiches gilt für den operativen Gewinn. Der um Bewertungseffekte und andere Faktoren bereinigte Überschuss dürfte dank der sinkenden Zinsbelastung sogar noch stärker wachsen. Unter dem Strich erwartet DER AKTIONÄR einen Gewinn je Aktie von 6,69 Euro (Vorjahr: 6,09 Euro). Eine erste Indikation für das laufende Jahr dürften die Q1-Zahlen am 27. April liefern.

Der Ausblick macht ebenfalls Lust auf mehr. In der Vergangenheit ging es bei MTU oft nur darum, die Herausforderungen zu meistern. Das Ende 2016 präsentierte Mittelfristszenario bis zum Jahr 2025 hat mit Themen wie einem zum Umsatz überproportionalen Ergebnisanstieg oder einer überproportionalen Erhöhung der Ausschüttung im Vergleich zur Ergebnisentwicklung positiv überrascht. Im Jahr 2020 könnten daher bei Umsätzen von sechs Milliarden Euro bereits zehn Euro Gewinn je Aktie zu Buche stehen.

Der Boom im Flugzeuggeschäft dürfte anhalten. Auf dem aktuellen Kursniveau ist die MDAX-Aktie mit einem 2017er-KGV von 19 bewertet – nicht viel für eine Aktie im Steigflug mit derart guten Wachstumsaussichten.

 


 

Das Tao des Kapitals

Autor: Spitznagel, Mark
ISBN: 9783864702945
Seiten: 368
Erscheinungsdatum: 03.03.2016
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden
Verfügbarkeit: als Buch und als eBook erhältlich

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Regierungen, die überregulieren, Zentralbanken, die Wirklichkeiten am Markt verzerren. Der Investment-Ansatz der Österreichischen Schule meint seit 150 Jahren: Die Menschen verdienen etwas Besseres.
Er befürwortet sich selbst regulierende Märkte, in denen freie Menschen in einer freien Gesellschaft interagieren. Mark Spitznagel, einer der bekanntesten und erfolgreichsten Investoren unserer Tage, verbindet in »Das Tao des Kapitals« die zentralen Elemente des zeitlosen Investment-Modells »Privateigentum, freie Märkte, stabile Währung und eine liberale Gesellschaft« mit den Gedanken des Taoismus. So wie sich der Mensch im Taoismus an die Gegebenheiten anpassen soll, so sollte auch der Investor den Märkten freien Lauf lassen – und die Früchte seiner Geduld ernten. Spitznagel weist in seinem Ansatz des Austrian Investing den Weg.

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