MTU
- Norbert Sesselmann - Redakteur

MTU: Zahlen (nur) im Rahmen der Erwartung

MTU hat seine Ziele für das abgelaufene Geschäftsjahr 2009 erreicht. Für das Jahr 2010 rechnet der Vorstand mit einem unveränderten Umsatz und einem konstanten Ergebnis. Verstärkte Investitionen in Forschung und Entwicklung neuer Antriebe sollen das Unternehmen wieder auf Kurs bringen. DER AKTIONÄR bleibt mittel- und langfristig bei seiner positiven Einschätzung, rät aber zu einem Stop-Loss bei 34,50 Euro.

MTU hat wie angekündigt die Geschäftszahlen für das letzte Geschäftsjahr präsentiert. Diese waren insgesamt im Rahmen der Erwartungen. Der Umsatz sank um vier Prozent auf 2,61 Milliarden Euro. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) gab um 11,7 Prozent auf 292 Millionen Euro nach, der Überschuss schrumpfte um 21,5 Prozent auf 141 Millionen Euro.

Dividende 0,93 Euro

Das Münchner Unternehmen hat das schwierige Geschäftsjahr 2009 erfolgreich gemeistert. Davon sollen auch die Aktionäre profitieren, so Finanzvorstand Reiner Winkler. Mit einem Dividendenvorschlag von 0,93 Euro je Aktie möchte sich das Management bei seinen Investoren bedanken. Auf aktuellem Kursniveau entspricht dies einer Dividendenrendite von 2,5 Prozent.

Zurückhaltender Ausblick

Die Auftragsbücher füllen sich wieder. Zum 31.12.2009 lag der Auftragsbestand mit 4,2 Milliarden Euro um drei Prozent über Vorjahreswert. Dies ist eine gute Ausgangslage für eine stabile Entwicklung im Geschäftsjahr, so Vorstandschef Egon Behle. Für das laufende Geschäftsjahr 2010 erwarte man einen Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres und eine stabile Entwicklung des operativen Ergebnisses und des Nachsteuergewinns. Passagier- und Frachtverkehr sowie der Markt für Geschäftsreiseflugzeuge dürften sich langsam erholen, teilte der MDAX Konzern mit. Die Entwicklung werde vor allem aus dem asiatisch-pazifischen Raum und dem Mittleren Osten getrieben.

Stop-Loss bei 34,50 Euro

MTU gehört heute nach Bekanntgabe der Zahlen zu den schwächsten Werten im MDAX. Hier haben Anleger anscheinend mehr erwartet. DER AKTIONÄR bleibt mittel- und langfristig für die Aktie jedoch weiter positiv gestimmt. Erst Kurse unter 35 Euro können den Aufwärtstrend in Gefahr bringen. Daher sollte die Position mit einem Stoppkurs bei 34,50 Euro abgesichert werden. Ein Ausbruch über die 40-Euro-Marke würde wieder vermehrt Käufer in die Aktie locken. Kursgewinne bis in den Bereich 44,00 Euro wären dann möglich.

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