Morphosys
- Werner Sperber - Redakteur

Morphosys und Borussia Dortmund im Blick der Anleger; Börsenwelt Presseschau I

Die Euro am Sonntag findet gleich die Gründe, um die bereits sehr gut gelaufene Aktie von Morphosys weiter zu kaufen. Der Anlegerbrief spielt mit der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA auf Sieg. Zudem gibt es Änderungen in einem Musterdepot.


Börsenwelt Presseschau (Aus gegebenem Anlass: Die folgenden Texte sind von den jeweils genannten Publikationen übernommen und üblicherweise sinnwahrend gekürzt und verständlicher formuliert. Anmerkungen der Börsenwelt-Redaktion stehen ausschließlich in Klammern und sind mit dem Vorsatz in der Klammer "Anmerkung der Redaktion" gekennzeichnet. Eine Presseschau gibt Texte anderer Presseorgane wieder, ohne deren Sinn zu verändern. Kollege H. G. hat auf folgendes hingewiesen: Die Bezeichnung "endlos laufender Call-Optionsschein" ist so nicht korrekt beziehungsweise irreführend, denn Optionsscheine (im strengen Sinne) haben immer eine Laufzeit. Korrekt müsste es "Turbo-Call-Optionsschein" etc. heißen. Im Sinne der leichteren Lesbarkeit behalten wir jedoch die Formulierung "endlos laufender Call-Optionsschein" bei.): Die Experten des Anlegerbriefes erklären: Der Kauf einer Aktie der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA bleibt eine Art Sportwette. Die Wettbedingungen verbesserten sich jedoch durch die Entwicklung des Sports zur Sportindustrie im Allgemeinen und des Ballspielverein Borussia 09 e. V. Dortmund im Besonderen deutlich. Würde die Aktie mit einer dem Risiko entsprechenden Kurs-Gewinn-Vielfachen von 10 bewertet, müsste die Aktie vier Euro kosten. Dazu bekommen die Investoren noch eine Dividendenrendite von zwei bis drei Prozent. Für die Aktie der britischen Gesellschaft von Manchester United bezahlen die Anleger ein KGV von 50. Die Experten schätzen den Gewinn je Aktie für das Ende Juni ablaufende Geschäftsjahr 2012/13 auf 0,81 Euro und für das nächste Fiskaljahr auf 0,40 Euro. Das KGV für das nächste Wirtschaftsjahr entspräche 7. Abgesehen von den sehr schwankenden Transfergeschäft mit Spielern hat die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA vier vergleichsweise stabile, wiederkehrende Einnahmequellen: Die Einnahmen aus der Fernsehvermarktung machen derzeit 35 Prozent dieser Erlöse aus, aus der Banden-, Trikot- und weiterer Werbung stammen 27 Prozent, aus dem Verkauf von Artikeln für die Fans 20 Prozent und aus dem Spielbetrieb einschließlich der Umsätze aus dem Verkauf von Eintrittskarten 17 Prozent. Inklusive der Transfererlöse nahm der Konzern in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 179 Millionen Euro ein. Das sind 28 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Im gesamten Fiskaljahr sollten erstmals mehr als 300 Millionen Euro eingenommen werden, was wegen der wegfallenden Titel-Prämien für die Spieler eben den Rekordgewinn von 0,81 Euro je Aktie ermöglichen dürfte. Nachhaltig, also bei wieder normalisierten Einnahmen aus Spielerverkäufen und ohne die Einnahmen aus der Champions League bis zum Finale, dürfte das Unternehmen 0,40 Euro pro Wirtschaftsjahr und Anteil verdienen. Vordere Plätze in der Fußball-Bundesliga und ein annehmbares Abschneiden in der Champions League reichen aus, um wirtschaftlich gute Erfolge zu erzielen.

Die Euro am Sonntag: Drei Kaufgründe   

Der Aktienkurs von Morphosys hat sich seit August vergangenen Jahres verdoppelt. Die Experten der Euro am Sonntag raten dennoch weiter zum Einstieg, denn nun zeigt sich langsam das Potenzial der selbst entwickelten Medikamenten-Kandidaten. Das Biotechnologie-Unternehmen entwickelte eine ganze Reihe von Wirkstoffen und auch die neue Antikörper-Datei Yucal dürfte sich gut vermarkten lassen. Zudem bewies der Vorstand, günstige Lizenzvereinbarungen abschließen zu können, wie etwa der jüngst geschlossene Vertrag mit GlaxoSmithKline zur Entwicklung und Vermarktung des Morphosys-Antikörperes MOR103 belegt. Weiter gewinnbringende Transaktionen sind zu erwarten. Der Vorstand erhöhte außerdem jüngst die Ziele für das laufende Gesamtjahr. Anleger sollten deshalb mit einem Kursziel von 45 Euro und einem Stop-Loss bei 28 Euro einsteigen.  

Änderungen in Musterdepots der Euro am Sonntag:

Joachim Spiering, der Verantwortliche für das offensiv ausgerichtete Musterportfolio, hat 320 Anteile der ProSiebenSat.1 Media AG zu 31,88 Euro eingebucht und bei 28 Euro abgesichert sowie 170 Call-Optionsscheine (WKN CK3 EXB) auf das Währungspaar Euro/Australischer Dollar zu 14,30 Euro aufgenommen und den Stoppkurs bei 9,80 Euro gesetzt.

Jens Castner, zuständig für das defensiv orientierte Musterdepot, hat 100 Titel von BASF zu 71,80 Euro und 50 Stammaktien von Volkswagen zu 160 Euro eingebucht.

Sven Parplies, Betreuter des Momentum-Musterportfolios, hat nach rein mathematischen Vorgaben auf Basis der "Relativen Stärke nach Levy (RSL)" seine 250 Papiere von Gilead Sciences und seine 196 Anteile der Dürr AG wohl jeweils mit Verlust ausgebucht. Dafür hat er 59 Aktien von Netflix zu 166,55 Euro und 435 Titel von United Internet zu 22,73 aufgenommen. Nun möchte er seine 740 Papiere von Aixtron wohl mit Verlust sowie seine 62 Anteile an Biogen Idec, seine 58 Aktien von Regeneron Pharmaceuticals und seine 313 Titel von Seagate wohl jeweils mit Gewinn ausbuchen. Dafür möchte der Papiere von Kabel Deutschland und Xing einbuchen.


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| Marion Schlegel | 0 Kommentare

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