Morphosys
- Michel Doepke - Volontär

Morphosys: Solide Zahlen – steigende Kosten verunsichern

Morphosys konnte im vergangenen Jahr die eigenen Erwartungen erfüllen. Wichtiger ist der Ausblick: Hier plant der Biotech-Konzern die Forschungskosten zu erhöhen und die klinische Entwicklung eigener Medikamente weiter voranzutreiben.

Die wichtigsten Kennzahlen liegen bei Morphosys im Rahmen der eigenen Erwartungen. Besonders positiv sticht das EBIT mit einem Verlust von 59,9 Millionen Euro heraus, welches am oberen Rand der Prognose liegt.

 

Quelle: Morphosys

Simon Moroney, CEO von Morphosys kommentierte: "2016 war ein erfolgreiches Jahr für Morphosys. Für den ersten therapeutischen Antikörper auf Basis unserer Technologie wurde ein Antrag auf Marktzulassung durch unseren Pharma-Partner Janssen gestellt - das war ein wichtiger Meilenstein in unserer Firmengeschichte. Wir erwarten die Entscheidung über die Zulassung von Guselkumab in der zweiten Jahreshälfte 2017".

Zudem richtet sich im laufenden Geschäftsjahr vermehrt der Fokus auf die hauseigenen (ohne Partner) Projekte MOR202 und MOR208. Dafür fährt Morphosys die Entwicklungskosten nach oben. Eingeplant sind dafür zwischen 85 und 95 Millionen Euro. Dank der Kapitalerhöhung im vergangenen Herbst baute das Biotech-Unternehmen seine Cash-Position weiter aus.

Langfristig aussichtsreich

Vorbörslich geraten die Papiere von Morphosys stark unter Druck. Offenbar stoßen die steigenden Kosten dem einen oder anderen Anleger sauer auf. Ohnehin zählte der Titel in den vergangenen Wochen zu den stärksten Werten im TecDAX. Gewinnmitnahmen sind daher völlig normal. Trotz der anziehenden Kosten für Forschung und Entwicklung bleibt Morphosys langfristig einer der aussichtsreichsten deutschen Biotech-Werte.

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