Morphosys
- Michel Doepke - Volontär

Morphosys: Alles fest im Griff

Die Morphosys-Aktie kennt seit Wochen nur den Weg nach oben. Doch das Aufwärtspotenzial ist keineswegs erschöpft. Die Pipeline verfügt über weitere Kurstreiber. Denn allen voran die eigenen Projekte bergen viel Potenzial für die Biotech-Schmiede und den Aktienkurs.

Die zurückliegenden 52 Wochen standen bei Morphosys ganz im Zeichen von Guselkumab (Tremfya). Anfang Oktober 2016 legten die Phase-3-Daten zu dem Antikörper den Grundstein für den Zulassungsantrag in den USA. Gemeinsam mit dem Partner Janssen hat Morphosys rund neun Monate später grünes Licht von der US-Gesundheitsbehörde erhalten und damit das erste Produkt aus der Morphosys-Pipeline zur Marktreife geführt. Und auch in Europa gilt die Zulassung für das Schuppenflechte-Mittel nur noch als reine Formsache. Die zuständigen europäischen Behörden haben eine entsprechende Zulassungsempfehlung für Guselkumab erteilt. Rund 70 Prozent konnte Morphosys seit den entscheidenden Daten zulegen, doch damit ist das Ende der Fahnenstange bei Weitem noch nicht erreicht.

Hochspannung bei eigenen Projekten

Dass das Jahr 2015 weder für Morphosys noch für die Aktionäre zufriedenstellend verlief, war Rückschlägen bei fortgeschrittenen Projekten geschuldet. Dies soll sich in Zukunft ändern: Mit MOR208 durchläuft ein weiterer Morphosys-Antikörper ein umfassendes klinisches Entwicklungsprogramm gegen diverse Blutkrebs-Formen. Und auch beim Onkologie-Projekt MOR202 erhofft sich die Biotech-Schmiede starke Phase-2-Daten. Wie das Unternehmen auf dem diesjährigen Capital Markets Day bekannt gab, wird darüber hinaus ein Deal für diesen Wirkstoff angestrebt. Vielversprechende Studiendaten oder die Verpartnerung dürften die Morphosys-Aktie beflügeln und weitere Kurssteigerungen ermöglichen.

Biotech-Knaller mit Upside-Potenzial

Dank der durchweg positiven Nachrichtenlage in den letzten Monaten kletterte der TecDAX-Titel auf den höchsten Stand seit August 2015. Aktuell konsolidiert die Morphosys-Aktie auf hohem Niveau. Gelingt der Sprung über das bisherige Jahreshoch bei 75,49 Euro, winken schnelle Anschlussgewinne. Weitere Pipeline-Fortschritte dürften die Aktie langfristig in dreistellige Kursregionen treiben.

Hinweis: Dieser Artikel erschien bereits teilweise im Rahmen der Titelstory der AKTIONÄR-Ausgabe 42/2017.

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