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MIV Therapeutics - Zukunftsweisende Technologie

Herzerkrankungen zählen zu den häufigsten Krankheits- und Todesursachen. War man früher hilflos ausgesetzt, hat die Kardiologie in den letzten Jahren aber deutliche Fortschritte erzielt

Herzerkrankungen zählen zu den häufigsten Krankheits- und Todesursachen. War man früher hilflos ausgesetzt, hat die Kardiologie in den letzten Jahren aber deutliche Fortschritte erzielt. So sind heutzutage beispielsweise Stents* aus der Gefäßchirurgie nicht mehr wegzudenken.

Von Marion Schlegel

In diesem Milliardenmarkt ist das Medizintechnikunternehmen MIV Therapeutics mit großem Erfolg tätig. So forscht die Gesellschaft im Bereich medikamentenbeschichtete Stents - so genannte Drug-Eluting-Stents. Bei den herkömmlichen Standard-Stents bestand die Gefahr, dass es nach wenigen Monaten zu Narbenbildungen an der Gefäßwand kam, was meist eine weitere Operation nach sich zog. Die Oberfläche von Drug-Eluting-Stents dagegen ist mit einem Medikament beschichtet, das nach und nach freigesetzt wird, nachdem der Stent in das Gefäß implantiert wurde. Die Gefahr eines erneuten Verschlusses verringert sich damit drastisch.

Die Stents von MIV Therapeutics haben im Vergleich zu anderen am Markt erhältlichen Produkten den weiteren entscheidenden Vorteil, dass sie sich mit einer herausragenden Verträglichkeit auszeichnen. Das größte Problem der Stents bestand bislang darin, dass sie aus körperfremden Materialien hergestellt wurden. Folgen waren neben einfacheren Fremdkörperreaktionen des menschlichen Körpers schwere Komplikationen wie Thrombosen bis hin zum Schlaganfall. Basis der Stent-Beschichtungen von MIV Therapeutics ist aber eine natürliche Substanz, die im Körper beispielsweise in Knochen und Zähnen vorkommt und damit keine Abstoßreaktionen auslöst.

Milliardenmarkt Nr. 2

Nicht nur im Milliardenmarkt Herzerkrankungen hat MIV Vielversprechendes vorzuweisen, auch auf dem Gebiet der Schlaganfallprävention konnte das Unternehmen zuletzt hervorragende Ergebnisse vorlegen. In einer vorklinischen Studie konnte das AEPD-Implantat (Aortic Embolic Protection Device) überzeugen. Bei diesem Spezialprodukt handelt es sich um eine Art Filtersystem, das in die Aorta implantiert wird und dort schwere Erkrankungen des Kreislaufsystems bis hin zum Schlaganfall verhindern soll. Das AEPD-Implantat wirkt in der Aorta als Deflektor und Filter. Somit werden Emboliepartikel und Blutgerinnsel herausgefiltert, die ansonsten Richtung Gehirn wandern könnten und dort Verstopfungen auslösen könnten. MIV Therapeutics erwartet, sofern die weiteren Tests erfolgreich verlaufen, dass bereits innerhalb kurzer Zeit ein Implantat auf den Markt kommen könnte. Experten rechnen allein in diesem Bereich mit einem Marktpotenzial von bis zu einer Milliarde Dollar.

Position aufbauen

Anleger sollten die derzeitige Konsolidierungsphase von MIV Therapeutics nutzen und sich ein paar Stücke ins Depot legen. Zwar befindet sich das Unternehmen mit seiner Technologie noch im Entwicklungsstadium, die vorklinischen Tests sind aber bereits äußerst erfolgreich verlaufen. Verzeichnet MIV weiter in der Geschwindigkeit Erfolge wie bisher, dürfte eine Markteinführung der Technologien nur eine Frage der Zeit sein.

* Ein Stent ist ein medizinisches Implantat, das unter anderem in Blutgefäße eingebracht wird, um die Wand ringsum abzustützen. Damit sollen Gefäßverengungen der Herzkranzgefäße aufgedehnt und somit ein erneuter Verschluss verhindert werden.

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