- DER AKTIONÄR

Mittendrin statt nur dabei

Altair Nanotechnologies hat Wort gehalten: Das erste Produkt wird in Kürze auf den Markt kommen. Damit ist die Aktie mehr als nur reine Spekulation.

Die Analysten von WR Hambrecht ließen vor wenigen Wochen verlauten, dass die Entwicklung der nano-basierten Lithium-Ionen-Batterie von Altair Nanotechnologies weiter vorangeschritten sei, als vom Markt wahrgenommen. Die Experten schlossen auch einen baldigen Markteintritt nicht aus. Sie sollten Recht behalten. Altair Nanotechnologies hat nun bekannt gegeben, dass man mit der Produktion der neuen Batterie beginnen wird. Ein wichtiger Meilenstein in der Unternehmensgeschichte.

Riesige Absatzmärkte

Lithium-Ionen-Batterien haben eine wesentlich höhere Energiedichte als Nickel-basierte Batterien, die Ladezeit kann deutlich verringert werden. Experten gehen davon aus, dass sie neben ihrem Einsatz in mobilen Kleingeräten auch bei Hybridfahrzeugen tonangebend sein werden. So hat Toshiba bereits angekündigt, in diesem Jahr von Nickel auf Lithium umzusteigen. Altair bedient damit einen stark wachsenden Markt. Die Alternative Hybridfahrzeug gewinnt angesichts der drohenden Erdölknappheit und der Abhängigkeit westlicher Nationen von Erdöl fördernden Ländern immer mehr an Bedeutung. Wer diesen Trend verpasse, könne dauerhaft Marktanteile verlieren, geht aus einer Studie von PricewaterhouseCoopers hervor. „Im Jahr 2010 rechnen wir weltweit mit 74 Modellen und einer Gesamtverkaufszahl von rund einer Million Hybridfahrzeugen“, so die Prognose

Noch besser

Der Weltmarkt für Lithium-Ionen-Batteriematerialien wächst demnach rasant. Das Marktvolumen soll von 1,2 Milliarden Dollar im Jahr 2004 auf rund vier Milliarden Dollar bis 2015 zulegen. Dass sich Altair von diesem Kuchen ein großes Stück sichern kann, dürfte unumstritten sein. Durch den Einsatz der Nanotechnologie ist es dem Unternehmen gelungen, die nächste Batterie-Generation nochmals zu optimieren: die Energiedichte konnte gegenüber herkömmlichen Lithium-Ionen-Akkus verdreifacht werden, die Ladezeit verringert sich von Stunden auf Minuten. Ein weiterer Vorteil: Die Lebensdauer der Akkus liegt weit über den bisherigen Werten von mehreren hundert Ladezyklen. Altair verspricht gleich mehrere tausend. Mit der baldigen Markteinführung der Nano-Batterie dürfte auch ein deutlicher Umsatzsprung anstehen: Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2005 legte Altair beim Umsatz um 68 Prozent auf 0,59 Millionen Dollar zu. Die gestiegenen Kosten für Forschung und Entwicklung ließen jedoch den Verlust gleichzeitig von 1,4 auf 2,2 Millionen Dollar anwachsen.

Fazit

„Ein Unternehmen mit einer vielversprechenden Technologie und großartigen Produkten“, so bezeichnete Mark Harding, Analyst bei der Maxim Group vor einigen Monaten im Gespräch mit dem aktionär Altair Nanotechnologies. Das Unternehmen hat tatsächlich bewiesen, dass seine Nano-Fantasie aufgeht. Anleger investieren damit nicht mehr länger in eine reine Spekulation. Der angepeilte Break-even für das Jahr 2009 dürfte nicht zu hoch gegriffen sein.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV