JACKSON HEWITT TAX SVCS
- DER AKTIONÄR

Mit US-Steuern Kohle scheffeln

Seit dem Börsengang im Juni 2004 hat sich der Kurs des US-Steuerspezialisten Jackson Hewitt Tax Service verdoppelt. Die Rallye dürfte aber weitergehen. Der mit landesweit mehr als 6.000 Steuerbüros vertretene Franchiseanbieter gleicht nämlich einer Gelddruckmaschine. So blieben im abgelaufenen Geschäftsjahr 2005/06 (endete zum 30. April) unter dem Strich 61 Millionen hängen, bei 274 Millionen Dollar Umsatz.

In den USA schießen Steuerbüros wie Pilze aus dem Boden. Der zweitgrößte Anbieter ist ein Franchisebetrieb ohne Zukunftssorgen.

Seit dem Börsengang im Juni 2004 hat sich der Kurs des US-Steuerspezialisten Jackson Hewitt Tax Service verdoppelt. Die Rallye dürfte aber weitergehen. Der mit landesweit mehr als 6.000 Steuerbüros vertretene Franchiseanbieter gleicht nämlich einer Gelddruckmaschine. So blieben im abgelaufenen Geschäftsjahr 2005/06 (endete zum 30. April) unter dem Strich 61 Millionen hängen, bei 274 Millionen Dollar Umsatz. Damit fuhr der Konzern aus Parsippany, New Jersey, eine phantastische Nettomarge von 22 Prozent ein. Der Umsatz wuchs in den vergangenen drei Jahren um durchschnittlich 19 Prozent, der Profit schnellte um 35 Prozent nach oben. 3,7 Millionen Bürger sind Kunden.

Fette Aktienrückkäufe

Auf einer Investorenkonferenz in New York machte Vorstandschef Michael Lister vor Kurzem seine konsequente Ausrichtung auf den Shareholder-value-Ansatz deutlich. Im Jahr 2005 kaufte er eigene Aktien im Umfang von 61 Millionen Dollar zurück, im Folgejahr investierte er hierfür 75 Millionen Dollar. Und im Oktober 2006 kündigte er an, weitere 200 Millionen Dollar in den nächsten Jahren für Aktienrückkäufe locker zu machen. Der Steuermarkt ist gigantisch, momentan laufen die Geschäfte wieder auf Hochtouren. Denn bis zum 16. April müssen die Amerikaner ihre Formulare bei der Steuerbehörde eingereicht haben. Im vergangenen Jahr gaben 135 Millionen Bürger Erklärungen ab. Davon griffen 82 Millionen auf Dienstleister zurück. Marktführer in dem Segment ist H&R Block mit einem Anteil von 19 Prozent, gefolgt von Jackson Hewitt mit vier Prozent.

Expansion von ganz allein

Steuermann Lister baut sein Imperium auf zwei Wegen immer weiter aus: Erstens durch die Eröffnung neuer Außenstellen, die zum Großteil von Franchisenehmern geführt werden. Zweitens durch eine höhere Fallzahl je Standort. Je älter eine Niederlassung ist, desto mehr Klienten zählt sie erfahrungsgemäß. Und weil mehr als die Hälfte der Dependancen nicht einmal seit fünf Jahren existieren, steckt in dem vorhandenen Netzwerk schon ein in sich schlummerndes Wachstumspotenzial. Förderlich ganz nebenbei ist, dass mithilfe von Jackson Hewitt die durchschnittliche Steuerrückerstattung merklich höher ausfällt als im Landesschnitt. Die Führungsspitze stellt für die kommenden drei bis fünf Jahre eine Einnahmeausweitung um 14 bis 19 Prozent per annum in Aussicht und verspricht ein Gewinnplus von 20 bis 25 Prozent jährlich.

Qualität hat ihren Preis

Mit einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von gut 4 und 1,2 Milliarden Dollar Börsenwert ist der Titel sicherlich kein Kind von Traurigkeit. Das KGV von 16 auf Basis des laufenden Turnus lässt aber Spielraum für weitere Kurssteigerungen.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 08/2007.

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