- DER AKTIONÄR

Mit Beschleunigung in die Gewinnzone

Der Online-Autovermarkter Autobytel hat eine turbulente erste Jahreshälfte hinter sich. Doch die Querelen um die Bilanz dürften jetzt der Vergangenheit angehören. DER AKTIONÄR mit einer Bestandsaufnahme.

Der Online-Autovermarkter Autobytel hat eine turbulente erste Jahreshälfte hinter sich. Doch die Querelen um die Bilanz dürften jetzt der Vergangenheit angehören. DER AKTIONÄR mit einer Bestandsaufnahme.

Von Sascha Grundmann

Wenn man sagen würde, dass der bisherige Jahresverlauf für Autobytel eher durchwachsen gewesen wäre, würde man leicht untertreiben. So gab es Anfang des Jahres beim Internet-Autovermarkter große Probleme mit der Bilanz: Die Nasdaq warf Autobytel damals vor, von 2002 bis 2004 Gewinne falsch ausgewiesen zu haben. Sie setzte Autobytel im Anschluss eine Frist, bis Mitte Februar korrekte Zahlen vorzulegen.

Autobytel schaffte es allerdings nicht, die Korrekturen im vorgegeben Zeitraum vorzunehmen, und bat um Aufschub. Die Nasdaq gewährte. Doch auch die zweite Frist (bis Mitte Mai) verstrich, ohne dass Autobytel ein überarbeitetes Zahlenwerk vorlegte. Die Aktionäre, die schon vorher misstrauisch geworden waren, entzogen der Autobytel-Aktie angesichts dieser Verzögerung vollends ihr Vertrauen - das Papier fiel unter 3,60 Dollar.

Wenn man sagen würde, dass der bisherige Jahresverlauf für Autobytel eher durchwachsen gewesen wäre, würde man leicht untertreiben. So gab es Anfang des Jahres beim Internet-Autovermarkter große Probleme mit der Bilanz: Die Nasdaq warf Autobytel damals vor, von 2002 bis 2004 Gewinne falsch ausgewiesen zu haben. Sie setzte Autobytel im Anschluss eine Frist, bis Mitte Februar korrekte Zahlen vorzulegen.

Autobytel schaffte es allerdings nicht, die Korrekturen im vorgegeben Zeitraum vorzunehmen, und bat um Aufschub. Die Nasdaq gewährte. Doch auch die zweite Frist (bis Mitte Mai) verstrich, ohne dass Autobytel ein überarbeitetes Zahlenwerk vorlegte. Die Aktionäre, die schon vorher misstrauisch geworden waren, entzogen der Autobytel-Aktie angesichts dieser Verzögerung vollends ihr Vertrauen - das Papier fiel unter 3,60 Dollar.

Prompte Zustimmung

Erst Ende Mai, mit Ablauf der dritten Frist, legte Autobytel eine korrekte Bilanz vor. Dann wartete der Konzern auch gleich noch mit der Ernennung eines neuen Finanzvorstandes auf. Diese Maßnahme sorgte prompt für Zustimmung: Die Aktionäre fassten wieder Vertrauen in das Papier von Autobytel und sorgten mit ihren Käufen für ein Plus von rund 30 Prozent innerhalb weniger Wochen. Mittlerweile hat sich die Notierung im Bereich oberhalb von 4,80 Dollar eingependelt.

Weiteres Wachstum

Nach den Querelen um Bilanz und Zahlen ist der Durchschnitt der Analysten nun überzeugt, dass Autobytel nach einem Verlust im laufenden Jahr - sie rechnen mit einem Minus von acht Cent je Aktie - im kommenden Jahr wieder die Gewinnzone erreichen und dann ein Plus von 17 Cent pro Anteilschein erwirtschaften wird. Das Papier ist auf Basis dieser Schätzungen mit einem 06-KGV von 28 bewertet. Das erscheint zwar auf den ersten Blick recht ambitioniert. Dennoch ist das Geschäftsmodell - Autobytel führt Autokäufer und -händler im Internet zusammen - so gut, dass in den kommenden Jahren mit weiterem Wachstum zu rechnen ist. Sollte Autobytel es nach den schlechten Erfahrungen des Frühjahres und mit einem neuen Finanzvorstand schaffen, seine Bilanzen in Zukunft korrekt und pünktlich abzuliefern, dürften das Unternehmen und seine Aktie auch bald einmal wieder im positiven Sinne im Blickpunkt stehen.

 

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV