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- Florian Söllner - Leitender Redakteur

Mini-Crash bei Freenet, United Internet und Telekom: Neue Analystenkommentare nicht hilfreich

Die Papiere des Internetdienstleisters United Internet rutschen zum Handelsstart knapp vier Prozent ins Minus, nachdem Analyst Usman Ghazi von der Privatbank Berenberg seine Kaufempfehlung gestrichen und sie auf "Halten" abgestuft hatte. Nach dem Kursanstieg im zweiten Halbjahr 2015 brauche es für weiteres Potenzial eine bessere Vorhersagbarkeit der Geschäftsentwicklung, schrieb der Experte in einer Branchenstudie. Das Kursziel senkte er von 54,50 auf 52,00 Euro. Neben dieser Einschätzung belastet das Papier am Montag der sehr schwache Gesamtmarkt.

Bei den Aktien des TecDAX-Kollegen Freenet rät Ghazi mittlerweile zum Verkauf (bisher "Halten"), obwohl er das Kursziel von 21 auf 24 Euro anhob. Viel besser könne es nicht werden, begründete der Analyst die Abstufung. Das Chance/Risiko-Verhältnis der Papiere sei negativ. Freenet könnte es schwer haben, die Markterwartungen beim operativen Gewinn (EBITDA) zu erreichen. Der Freenet-Kurs büßte kurz nach dem Start des Xetra-Hauptgeschäfts 3,85 Prozent auf 30,11 Euro ein.

Die Privatbank Berenberg hat zwar das Kursziel für die Deutsche Telekom von 15,50 auf 18,00 Euro angehoben, die Einstufung aber auf "Hold" belassen. Analyst Paul Marsch verwies dazu im Rahmen einer Branchenstudie vom Montag auf die gestiegene Bewertung des US-Geschäfts. Anleger sollten aber auf eine bessere Einstiegsgelegenheit warten.

Keine Panik

Der schwache Wochenstart relativiert sich im großen Zusammenhang. Die übergeordneten Chart-Trends sind noch intakt. Dennoch sollten Neueinsteiger eine Beruhigung des Gesamtmarktes abwarten. Investierte Anleger beachten ihre Stoppkurse.

(Mit Material von dpa-AFX)

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