Ctrip.Com International
- Benedikt Kaufmann

Milliardendeal: Ctrip attackiert Priceline.com

Chinas Online-Reiseportal Ctrip sorgt mit der Übernahme von Skyscanner für einen Paukenschlag. Die Anleger sind elektrisiert, denn der Zukauf war wichtig – und ein Schnäppchen.

Ctrip lässt sich die Übernahme für die schottische Firma Skyscanner 1,75 Milliarden Dollar kosten – viel Geld für eine Suchmaschine, die das Internet nach billigen Flügen, Hotels und Mietwagen durchforstet. Ctrip-Chef Liang ficht das nicht an: „Der Zukauf wird sich langfristig für uns auszahlen,“ ist er überzeugt. Und er könnte Recht behalten, denn: Allein seit Januar sind die Nutzerzahlen von 50 auf 60 Millionen in die Höhe geschossen, ein Plus von 20 Prozent.

Beim Kaufpreis scheint Liang ein glückliches Händchen zu haben. Die jüngste Finanzierungsrunde im Januar 2016 erfolgte zu 1,6 Milliarden Dollar. Die jetzt gebotene Prämie von lediglich zehn Prozent bei dem erzielten Wachstum erscheint gerechtfertigt, wenngleich der Kaufpreis Skyscanner mit dem 11fachen der Jahresumsätze und dem 80fachen der Gewinne bewertet und damit teuer erscheint.

Mit Skyscanner treibt Ctrip die Globalisierung seiner Geschäfte voran, das ist es, was zählt. Der Konzern ist mit einem Marktanteil jenseits der 50 Prozent klarer Marktführer in China. Außerhalb Asiens geben aber andere Unternehmen den Ton an, insbesondere der – gemessen am Börsenwert von 75 Milliarden Dollar – rund 3,5 mal größere US-Riese Priceline.com.

Gesamtumsätze Reisemarkt in Milliarden Dollar

Gesamtumsätze Reisemarkt in Milliarden Dollar

Die Anleger sind von den Möglichkeiten, die Skyscanner Ctrip im internationalen Geschäft eröffnet, begeistert. Aktuell ist die Aktie keine laufende Empfehlung des AKTIONÄR. Mit dem Sprung über die 48-Dollar-Marke würde sich dies jedoch ändern. An dieser Marke verlässt die Aktie die Range des Seitwärtstrends.

 


 

Börsen-Mythen enthüllt für Anleger

Autor: Fisher, Ken/Hoffmans, Lara
ISBN: 9783864701283
Seiten: 224
Erscheinungsdatum: 02.09.2013
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Art: gebunden
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Eine bequeme Faustregel, leicht umzusetzen. Aber ist mit einer solch pauschalen Regel tatsächlich gewährleistet, dass Anleger ihre Ziele erreichen? Oder besteht dabei das Risiko, unterdurchschnittliche Renditen einzufahren? Es hilft nichts: Wer sich ernsthaft mit Geldanlage auseinandersetzen will, muss tiefer graben und darf sich nicht auf „bewährte“ Wahrheiten verlassen. Ken Fisher und Lara Hoffmans klopfen einige der gängigsten Börsen-Mythen auf ihre Praxistauglichkeit ab und stellen fest: Sie sind genau das: Mythen – die Anlegern schweren Schaden zufügen können.

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