First Solar
- Florian Söllner - Leitender Redakteur

Milliarden-Projekt Wüstenstrom: Siemens raus, First Solar rein?

Nach enttäuschenden Quartalszahlen geht der Dünnschicht-Weltmarktführer First Solar auf die Suche nach neuen Absatzmärkten. Aus charttechnischer Sicht wären positive Impulse dringend notwendig.

Ein schöne Vision: Sauberer Solarstrom aus den sonnenreichen Wüsten Nordafrikas. Lange Zeit wurde davon ausgegangen, dass Solarthermie die beste Technologie für solche Großprojekte sei. Bei dieser wird durch die Sonnenkraft eine Flüssigkeit erhitzt und dann über Dampf in Strom umgewandelt. Doch die Solarthermie gilt mittlerweile als anfälliger als die normale Photovoltaik. Zudem sind klassische Solarmodule zuletzt deutlich günstiger geworden. Siemens hat daher nun seine Solarthermie-Pläne aufgegeben.

Insofern passt es gut ins Bild, dass der weltgrößte Hersteller von Dünnschicht-Solarmodulen First Solar seine Chance beim Wüstentromprojekt Desertec wittert. Wie die FTD berichtet, will First Solar Gesellschafter der Desertec-Planungsfirma Dii werden. First Solar hat derzeit den Status als assoziierter Desertec-Partner. Dünnschicht-Module von First Solar eigenen sich besonders für Großprojekte und eine hohe Sonneneinstrahlung.

Ausbruch abwarten

Neue Impulse kämen den US-Amerikanern aufgrund des rückläufigen europäischen und volatilen heimischen Absatzmarktes gerade recht. First Solar meldete gerade für das dritte Quartal 2012 einen 17-prozentigen Umsatz- und einen 55-prozenzigen Gewinnrückgang. Charttechnisch hat die jüngste Aufholbewegung durch die unter den Erwartungen gebliebenen Quartalszahlen einen Rückschlag erhalten. Neueinsteiger warten daher das Überwinden der wichtigen 19-Euro-Marke ab.

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