Berkshire Hathaway (A)
- Norbert Sesselmann - Redakteur

Milliarden-Macher Warren Buffett in Partylaune

Warren Buffett hat es einfach drauf. Im abgelaufenen Quartal hat seine Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway knapp vier Milliarden Euro Gewinn gemacht. Zur Feier des Tages meldete der Starinvestor eine Übernahme.

Warren Buffett wird seinem Ruf als Investmentguru mal wieder gerecht: Seine Holding Berkshire Hathaway konnte im dritten Quartal ihren Gewinn um 72 Prozent auf unterm Strich 3,9 Milliarden Dollar hochschrauben (3,0 Milliarden Euro). Einerseits warfen Buffetts Spekulationsgeschäfte mehr Geld ab, andererseits die Eisenbahngesellschaft Burlington Northern Santa Fe und andere Tochtergesellschaften.

Problemfall Versicherung

Was indes weniger Geld als im Vorjahreszeitraum einbrachte, war Berkshires großer Versicherungszweig, wozu Rückversicherungen und der in den USA sehr bekannte Autoversicherer Geico gehören. Die Ergebnisse teilte Berkshire Hathaway am späten Freitag am Sitz in Omaha im US-Bundesstaat Nebraska mit.

Buffett kauft Party-Händler

Nur Stunden zuvor hatte Buffett eine neuerliche Übernahme bekanntgegeben: Seine Berkshire Hathaway will den großen Partyartikel-Händler Oriental Trading Company bis zum Monatsende schlucken. Damit wächst Buffetts Gemischtwarenladen ein weiteres Stück. Der 82-Jährige ist Gründer, Chef und Hauptaktionär des Konglomerats, das an der Börse auf einen Wert von 216 Milliarden Dollar kommt - etwa so viel wie der Internetriese Google.

Das „Orakel von Omaha"

Buffett gilt mit einem vom Magazin "Forbes" geschätzten privaten Vermögen von 46 Milliarden Dollar als der drittreichste Mensch der Welt. Sein Riecher fürs Geldverdienen hatte ihm den Spitznamen "Orakel von Omaha" eingebracht. Seine zahlreichen Fans in aller Welt schätzen aber vor allem, dass der erfolgreiche Investor bodenständig geblieben ist. Sein Lebensstil gilt als bescheiden, seine einzigen bekannten Laster sind Cola und Steaks.

Da geht noch was

Die A-Aktie von Buffetts Berkshire-Aktie notiert aktuell bei rund 130.000 Dollar (rund 100.000 Euro). Die B-Aktie kostet 87 Dollar. Obwohl die Papiere seit Jahresbeginn zehn Prozent zugelegt hat, ist es immer noch ein günstiger Zeitpunkt, um einzusteigen. Die Aktie notiert nur leicht über Buchwert.

Wo investieren die Milliardäre?

Warren Buffett hat zuletzt auch bei einer Bank zugekauft. „Ich denke, unter den großen Banken ist sie die besten", begründete das Orakel von Omaha kürzlich in einem Interview seinen Zukauf. Um welche Bank es sich handelt und welche Aktien derzeit von den großen Investmentgrößen wie Buffett, Soros und Pauson gekauft werden, erfahren Sie in der neuesten Ausgabe von DER AKTIONÄR - hier bereits als E-Paper abrufbar.

Mit Material von dpa-AFX

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