Tesla
- Michel Doepke - Redakteur

Milliardär Ron Baron: „Tesla steht vor einer 30 bis 50-Verfachung“

Selten waren die Meinungen über eine Aktie so unterschiedlich, wie das bei Tesla der Fall ist. Während Ex-GM-Chef Bob Lutz (siehe Interview) und US-Hedgefondsmanager Mark Spiegel dem Elektroauto-Pionier den Untergang prophezeien, spricht Milliardär Ron Baron von dem interessantesten Investment seiner 46-jährigen Börsenerfahrung.

Baron sieht Vervielfachungspotenzial

Im Interview mit CNBC erzählt der Investor Ron Baron über Tesla von einem seiner spannendsten Investments. Er begann bereits Tesla-Aktien im Bereich von 33 Dollar einzusammeln – aktuell stehen die Papiere bei rund 187 Dollar. Jedoch bleibe ein Engagement in Tesla „risky“. Tesla habe aber ein innovatives Konzept und müsse nun beweisen, dies erfolgreich und profitabel umzusetzen. Baron sieht reichlich Vervielfachungspotenzial in den nächsten 15 Jahren. Der Milliardär spricht von einer 30 bis 50-Verfachung.

Das neue Solar-Dach von Tesla sei „amazing“. Auf der Welt werde Elektrizität in Zukunft enorm nachgefragt werden, jedoch wächst das Stromnetzwerk nicht mit. Für viele Elektroautos reiche der Strom nicht aus – Tesla kaufe sich mit SolarCity sein „eigenes Netzwerk“.

Riskantes Investment

Es ist keine Überraschung, dass Milliardär Baron für seine eigene Position versucht gute Stimmung zu machen. Auch wenn der Investor langfristig positiv für die Papiere von Tesla gestimmt ist, überwiegen aktuell die Probleme. Eine mögliche verzögerte Auslieferung des Model 3 und der weiterhin hohe Finanzierungsbedarf für Musks Ideen und Visionen könnten den Kurs weiter belasten. Auch charttechnisch drängt sich kein Einstieg auf.

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