Deutsche Bank
- Werner Sperber - Redakteur

MIFA und IVG Immobilien im Blick der Anleger; Börsenwelt Presseschau I

Die Prior Börse ist begeistert vom "Paradepferd" des "Drahtesel-Herstellers" MIFA Mitteldeutsche Fahrradwerke und vom gesamten Konzern. Platow Derivate wettet nicht nur auf den Umschwung im Aktienkurs von IVG Immobilien sondern geht dazu auch noch eine DAX-Wette ein. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.


Börsenwelt Presseschau: Die Experten der Prior Börse hatten Gelegenheit das für Daimler produzierte sogenannte Smart e-bike (dummdeutsch für Schlaues, Flottes e-rad oder gewitztes Fahrrad mit elektrischer Trethilfe) zu testen und es als "Paradepferd" der MIFA Mitteldeutsche Fahrradwerke AG zu bezeichnen. Die Herstellung übernimmt die im März von der MIFA übernommene Firma Grace, welche Fahrräder der Premiumklasse baut. Peter Wicht, Vorstandsvorsitzender von MIFA, erwartet eine große Zukunft für die Zweiräder "mit eingebautem Rückenwind". Fachleute würden schätzen, dass sich das Marktvolumen der e-bikes in den nächsten fünf Jahren verdoppelt. Die Fahrräder von MIFA waren bisher vor allem im Massenmarkt, etwa bei Aldi oder Metro erhältlich. Mit den Elektrofahrrädern möchte Wicht den Fachhandel erschließen. Dort sind höhere Gewinnspannen zu erzielen. Um diesem Ziel noch näher zu kommen, hat die MIFA jüngst die insolvente Firma Steppenwolf gekauft, welche Fahrräder im gehobenen Preissegment hergestellt hat. Nun soll die im Fachhandel bestens eingeführte Marke neu belebt werden. Weiteres Wachstum erhofft sich Wicht auch von der Zusammenarbeit mit großen Unternehmen oder Organisationen. Beispielsweise versorgt MIFA die Deutsche Post mit einem speziell konstruierten e-bike für Postzusteller. Außerdem beliefert MIFA die polnische Stadt Warschau mit mehr als 2.000 Fahrrädern, die an 125 Stationen in der Innenstadt ausgeliehen werden können. MIFA möchte auch durch weitere Zukäufe wachsen und hat dafür im Juli bei einer Kapitalerhöhung rund zehn Millionen Euro eingenommen.

Änderung in einem Musterdepot der Prior Börse:

Die Verantwortlichen für das Prior-Musterportfolio haben ihre 700 Anteile von Bob Mobile mit einem Verlust von 56 Prozent zu 6,11 Euro ausgebucht.


Platow Derivate: Heiße Wette auf den doppelten Umschwung bei IVG

Die Zahlen für das erste Halbjahr 2012 von IVG Immobilien sind nach Angaben der Experten von Platow Derivate annehmbar. Der Aktienkurs könnte dennoch die jüngst begonnene Aufwärtsbewegung fortsetzen und sogar stark steigen. Die Gründe dafür sind: Der für nächstes Frühjahr geplante Verkauf des Vorzeigeobjekts "The Squaire", die Hoffnung auf die operative Trendwende, der hohe Abschlag des Börsenwertes im Vergleich zum Nettoinventarwert (NAV) sowie eine mögliche positive Entwicklung der gesamten Börse. Sogar im Vergleich zum DAX könnte die Aktie des Immobilienkonzerns besser abschneiden, denn die Abwärtstrendlinie im Vergleichschart IVG/DAX ist zwar intakt, jedoch in den vergangenen Wochen abgeflacht. Es scheint sich ein Boden ausbilden zu können, welcher die Chance auf einen nachhaltigen Umschwung auch in diesem Chartbild eröffnet. Sehr risikobereite Anleger sollten deshalb auf eine mittelfristig bessere Wertentwicklung der Aktie von IVG Immobilien im Vergleich zum DAX wetten. Dafür sollten sie das am 4. Juli 2013 fällige Alpha-Turbo-Long-Zertifikat (WKN DZ9 9TG) der DZ Bank auf das Paar IVG Immobilien/DAX kaufen. Wenn der Kurs eines solchen Scheins auf 0,10 Euro sinkt, wird er automatisch fällig. Die Anleger erhalten den von der DZ Bank errechneten Restwert rückerstattet, welcher in der Regel um die 0,10 Euro liegt. Auch ein Totalverlust ist bei dieser Art von Zertifikaten grundsätzlich möglich, wenn auch eher unwahrscheinlich.

Änderungen in den Musterdepots von Platow Derivate:

Im Derivate-Musterportfolio sind die 900 Long-Zertifikate (WKN CT4 RQ3) auf Kabel Deutschland mit Gewinn und die 650 Put-Optionsscheine (WKN UB6 6EF) auf den DAX mit Verlust ausgestoppt worden. Dafür möchten die Verantwortlichen 2.000 Put-Optionsscheine (WKN UU1 U11) auf Beiersdorf ab mindestens 0,82 Euro einbuchen (Stoppkurs bei 0,66 Euro) sowie weiterhin 1.900 Short-Zertifikate (WKN TB3 V4G) auf Kontron zu höchstens 1,37 Euro (Stoppkurs bei 1,12 Euro) und 950 Short-Zertifikate (WKN CG5 FS9) auf Unibail-Rodamco ab mindestens 1,98 Euro (Stoppkurs bei 1,70 Euro).

Im Alpha-Turbo-Musterdepot sind die 2.000 Alpha-Long-Zertifikate (WKN DZ2 QU6) auf das Paar Deutsche Post/DAX mit einem Gewinn von 168 Prozent zu 4,21 Euro ausgestoppt worden. Damit ist die Spekulation auf eine bessere Entwicklung des Aktienkurses im Vergleich zum Index aufgegangen. Zudem sind die 4.100 Alpha-Long-Zertifikate (WKN DZ2 S57) auf das Paar MDAX/DAX zum Einstandskurs von 0,76 Euro ausgestoppt worden. Dafür haben die Verantwortlichen 1.900 Alpha-Long-Zertifikate (WKN DZ9 9TG) auf das Paar IVG Immobilien/DAX zu 0,43 Euro eingebucht.

Änderung in einem Musterdepot des Anlegerbriefes performaxx:

Die Verantwortlichen für das kurzfristig ausgerichtete Musterportfolio haben 555 Anteile von Rhön Klinikum zu 14,78 Euro eingebucht.

Änderungen im Gold-Musterdepot des Frankfurter Börsenbriefes:

In dem beliehenen Gold-Musterportfolio sind die 91 Zertifikate (WKN AA3 ACK) auf den Index RBS Mongolia Opportunities mit einem Verlust von 22 Prozent zu 51 Euro ausgestoppt worden. Nun möchten die Verantwortlichen ihre 149 Anteile von Ross Stores und die 286 Aktien von Kinder Morgan/El Paso jeweils wohl mit Gewinn ausgebucht werden. Dafür möchten sie 75 Titel von AMS (Stoppkurs bei 80 Schweizer Franken), 350 Papiere von Stage Stores (Stoppkurs bei 19,70 Dollar) und 180 Anteile der Deutschen Bank (Stoppkurs bei 27,50 Euro) einbuchen.

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