Microsoft
- Martin Weiß - stellv. Chefredakteur

Microsoft: 180-Grad-Wende nach Xbox-Kritik

Nach harscher Kritik an seiner brandneuen Spielekonsole hat Microsoft nun eingelenkt. Die Xbox One kommt demnach ohne ständige Internetverbindung aus. Auch dürfen Kunden ihre Games auf CD tauschen und verkaufen. Beim größten Kritikpunkt bleibt der Softwareriese allerdings stur.

Mit der Bevormundung seiner Kunden hat sich Microsoft einen Bärendienst erwiesen. Nicht allein, dass der Konzern zum Verkaufsstart (Herbst 2013) der Xbox One nun die bei den Kunden verhassten Funktionen deinstallieren muss. Redmond dürfte zudem viele potenzielle Käufer der Hardware ins Lager von Erzfeind Sony getrieben haben. 

Nicht alle Kritikpunkte beseitigt

Microsoft gelobt zwar Besserung: So muss sich die Xbox One nun doch nicht täglich mit dem Internet verbinden, wie ursprünglich verlangt. Die Idee, es den Entwicklerfirmen zu überlassen, ob Gamer ihre Spiele verkaufen dürfen, wurde ebenfalls verworfen.

Ist damit alles im Lot? DER AKTIONÄR meint: Nein! Denn bei einem der größten Kritikpunkte, dem Preis, zeigt Microsoft bislang keine Reaktion. Die Konsole wird im US-Markt für 499 Dollar angeboten, in Europa soll die Hardware 499 Euro kosten. Damit ist sie 100 Dollar/100 Euro teurer als Sonys brandneue Playstation 4, die ebenfalls im Herbst in den Handel kommen soll und die sich, was die Leistung betrifft, auf Augenhöhe mit der Xbox befindet. 

Microsoft weist zwar darauf hin, dass die Xbox One im Paket mit der Kinect (Bewegungssensor) angeboten wird, was den Preis tatsächlich relativiert. Was aber, wenn Käufer die Kinect überhaupt nicht wollen?

Nicht kaufen!

Microsoft hat bei der Xbox One nachgebessert, der hohe Preis für die Konsole dürfte jedoch Sony in die Karten spielen. DER AKTIONÄR bleibt für die Aktie deshalb skeptisch. Ein Einstieg drängt sich derzeit nicht auf. Investierte Anleger sollten nach der jüngsten Kursrallye einen Teil der Gewinne realisieren und für den Rest der Position einen engen Stopp setzen!

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