Metro
von Steffen Eidam - Redakteur

Metro verdient immer weniger

Konsumzurückhaltung im Allgemeinen, ein schwaches Weihnachtsgeschäft im Besonderen und dazu viele hausgemachte Probleme. Die Metro hat im vergangenen Jahr schwach abgeschnitten.

Starke Wettbewerber, zögernde Kunden, dazu eine medienwirksame Führungskrise. Das Jahr 2011 würde der Handelskonzern Metro am liebsten schnell abhaken. Aber auch im laufenden Jahr bleibt das Umfeld mehr als herausfordernd – was auch der vorsichtige Konzernausblick erahnen lässt.

Enttäuschung pur


Nicht zuletzt ein schwaches Weihnachtsgeschäft - der Gewinn brach im Schlussquartal unerwartet deutlich um 40 Prozent auf 404 Millionen Euro ein - hat der Metro im vergangenen Geschäftsjahr das Ergebnis ordentlich vermiest. Demnach sank 2011 das EBIT vor Sonderfaktoren um 1,8 Prozent auf 2,37 Milliarden Euro, während das Nettoergebnis um knapp 26 Prozent auf 631 Millionen Euro zurückgegangen ist. Als Grund nannte der Handelskonzern ein schlechteres Finanzergebnis aufgrund von negativen Währungseffekten insbesondere in Osteuropa sowie höhere Steuerquoten in einigen Ländern. Außerdem machten sich Sonderbelastungen im Zusammenhang mit dem Restrukturierungsprogramm Shape negativ bemerkbar. Den Aktionären soll eine unveränderte Dividende in Höhe von 1,35 Euro je Aktie ausgeschüttet werden.


Vorsichtiger Ausblick

Für das laufenden Jahr rechnet Metro mit einem stagnierenden operativen Ergebnis vor Sonderfaktoren (EBIT), der Umsatz soll aber steigen. Der neue Metro-Chef Olaf Koch will dem herausfordernden Wettbewerb mit Preissenkungen und einer Steigerung der Produktivität entgegentreten. Auch die Expansionsbemühungen sollen forciert werden. Für 2013 geht Metro von einem Umsatz- und Ergebnisanstieg aus.

Zu viele offene Baustellen

Metro kämpft mit einer Reihe von ungelösten Problemen. Neben schwelenden Konflikten mit Großaktionären muss der neue Chef auch die zuletzt schwächelnde Cash&Carry-Sparte neu beleben. Ganz zu schweigen von den anhaltenden Problemen bei der Elektroniktochter MediaSaturn. Auch der Kaufhof-Verkauf wurde zuletzt auf Eis gelegt. Die Aussichten für die Metro-Aktie bleiben daher ungünstig. DER AKTIONÄR geht davon aus, dass der Kurs in Richtung 20 Euro abfällt. Anleger sollten die Aktie meiden.

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