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- Werner Sperber - Redakteur

Metro und Seven & I Holdings im Blick der Anleger; Börsenwelt Presseschau II

Platow Emerging Markets gesellt sich zu Seven & I Holdings. Der Aktionärsbrief kauft wieder Metro ein. Zudem gibt es Änderungen in einem Musterdepot.


Börsenwelt Presseschau: Die Experten von Platow Emerging Markets erinnern daran, dass auch Einzelhandelsunternehmen wie die Seven & I Holdings von dem Tsunami und dem Super-GAU im japanischen Fukushima vor heute genau 19 Monaten belastet worden sind. Vor diesem Hintergrund sind auch die Zahlen für die ersten sechs Monate des Ende Februar ablaufenden Geschäftsjahres 2012/13 zu sehen. Der Umsatz stieg um 5,6 Prozent auf 4,2 Billionen Japanische Yen (41,8 Milliarden Euro). Das operative Ergebnis sank jedoch um zwei Prozent auf 147,1 Milliarden Yen (1,46 Milliarden Euro). Der Gewinn wiederum legte um 26,8 Prozent auf 66,9 Milliarden Yen (665 Millionen Euro) zu. Aufgrund des harten Wettbewerbs dürften die Supermärkte der Marke Ito-Yokado verkaufsflächenbereinigt im gesamten Wirtschaftsjahr 3,1 Prozent weniger umsetzen. Bislang ging das Management von einem Rückgang um 1, Prozent aus. In den Supermärkten der Marke York-Benimaru sollen zwei Prozent mehr erlöst werden. Bei den Supermärkten der Marke 7-Eleven in Japan und in den USA soll es noch besser laufen und diese Marke soll auch ausgebaut werden. Jüngst ist der Aktienkurs von den Schwierigkeiten bei Ito-Yokado und York-Benimaru belastet worden, doch der Vorstand geht das Problem an und möchte überzähliges Personal in den Läden von 7-Eleven einsetzen, so dass die Kosten bei Restrukturierungen überschaubar bleiben sollten. Das KGV für das laufende Fiskaljahr beträgt mehr als 13. Risikobereite Investoren sollten die Anteile deshalb lediglich bis zu Notierungen von 21,25 Euro und gegebenenfalls bei Rücksetzern auf rund 20,45 Euro kaufen und ihr Engagement bei 16,65 Euro absichern.


Der Aktionärsbrief: Mit Geduld einkaufen

Wenn die konjunkturellen Daten noch schlechter würden, sind die Geschäftsziele für das Jahr 2012 wohl nicht mehr zu halten. Diese Mahnung gab Olaf Koch, Vorstandsvorsitzender der Metro AG, den Anlegern bei der Präsentation der Halbjahreszahlen mit auf den Weg. Am 30. Oktober möchte der Einzelhandelskonzern die Ergebnisse für das dritte Quartal vorlegen doch die Gewinnwarnung ist bereits vergangenen Freitag ausgesprochen worden. Das EBIT soll demnach nicht mehr das Vorjahresniveau von 2,37 Milliarden Euro sondern nur noch zwei Milliarden Euro erreichen. Koch merkte an, die Verschlechterung des wirtschaftlichen Umfeldes in vielen Ländern während der vergangenen Wochen belaste vor allem das höhermargige Geschäft. Deshalb wird der Gewinn auch mehr beeinträchtigt als der Umsatz. Die Erlöse sollen deshalb weiterhin nachhaltig zulegen. Die Experten des Aktionärsbriefes führen weiter an, Koch begrenze zudem die Investitionen im kommenden Jahr wohl auf weniger als 1,8 Milliarden Euro, um gegen die weiterhin hohe Unsicherheit bezüglich der weiteren konjunkturellen Entwicklung gewappnet zu sein. Das Expansionstempo in den strategischen Wachstumsmärkten werde Koch allerdings nicht senken. Nach der Gewinnwarnung sank der Aktienkurs schnell und deutlich, doch die Bewertung der Aktie ist günstig. Langfristig orientierte Anleger sollten deshalb das aktuelle Kursniveau von weniger als 21 Euro zum Einstieg nutzen.

Änderungen in einem Musterdepot des Aktionärsbriefes:

Die Verantwortlichen für das spekulativ ausgerichtete Musterportfolio haben 400 Anteile von Realtime Technology zu 24,05 Euro eingebucht und bei 21 Euro abgesichert. Nun möchten sie noch 350 Aktien von Nanogate zu höchstens 21,50 Euro aufnehmen.

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| Martin Mrowka | 0 Kommentare

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