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- Andreas Deutsch - Redakteur

Metro und Co: Schwieriges Jahr steht bevor

Die Metro-Aktie steht am Donnerstag im Fokus der Anleger. Der deutsche Einzelhandel hofft zwar auf gute Geschäfte nach Weihnachten, allerdings wird 2013 für die Branche nicht einfach. Das größte Risiko ist die Eurokrise.

Laut Kai Falk, Geschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), hat das Weihnachtsgeschäft erst in der letzten Woche vor Heiligabend deutlich an Schwung gewonnen. Insgesamt rechnet der HDE für November und Dezember mit rund 80,4 Milliarden Euro Umsatz. Das wäre im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von nominal 1,5 Prozent und damit etwas weniger als die Inflationsrate.

Branche im Wandel

Das kommende Jahr dürfte für die rund 400.000 Einzelhändler nicht einfach werden. In der Branche vollzieht sich durch das Internet und neue Technologien ein drastischer Wandel. Zudem drücken Eurokrise und steigende Energie- und Rohstoffpreise. Gleich nach Weihnachten dürfen sich die Verbraucher aber erst einmal auf viele Preisnachlässe freuen. Wie jedes Jahr wird dann vielerorts teils kräftig der Rotstift angesetzt - diesmal besonders bei warmen Textilien.

Der Branchenverband HDE sieht die Eurokrise als das "größte Risiko für den Einzelhandel". Angesichts der Kosten der Finanzkrise müsse die Haushaltskonsolidierung zwar oberste Priorität haben, sagt Verbandsgeschäftsführer Stefan Genth. Allerdings dürften Verbraucher und Unternehmen nicht endlos belastet werden. Dämpfend auf den Konsum würden schon jetzt die steigenden Energiekosten wirken.

Geschäft schrumpft

Kaum Grund zum Jubeln hatten die Einzelhändler schon im abgelaufenen Jahr. In den ersten drei Quartalen setzten sie zwar mit 310,7 Milliarden Euro nominal 1,5 Prozent mehr um als im Vorjahr, preisbereinigt bedeutete dies allerdings ein Minus von 0,5 Prozent. Und auch auf das gesamte Jahr gesehen wird das Geschäft real in ähnlicher Größenordnung schrumpfen. Abzuwarten bleiben noch die endgültigen Ergebnisse aus dem Weihnachtsgeschäft, die frühestens Ende Januar bekannt werden.

Kein Kauf

Die Metro-Aktie gehört mit einem Minus von 24 Prozent seit Jahresanfang zu den größten Enttäuschungen 2012. Der Konzern kämpft nach wie vor an vielen Fronten. Viele Probleme - wie der sehr späte Einstieg von Media-Saturn ins Onlinegeschäft - sind hausgemacht. Obwohl die Metro-Aktie einen Boden gefunden hat, ist sie weiterhin kein Kauf.

Mit Material von dpa-AFX

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