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Metro – Trickserei ganz oben?

Beim Handelskonzern Metro regt sich der Verdacht, dass die gemeinsam agierenden Großaktionäre nicht korrekt mit ihren Stimmrechten umgegangen sind. Jetzt untersucht die Börsenaufsicht BaFin die Vorfälle.

Beim Handelskonzern Metro regt sich der Verdacht, dass die gemeinsam agierenden Großaktionäre nicht korrekt mit ihren Stimmrechten umgegangen sind. Jetzt untersucht die Börsenaufsicht BaFin die Vorfälle.

Von Steffen Eidam

Dem größten deutschen Handelkonzern droht Ungemach. Einem Pressebericht zufolge, hat die Börsenaufsicht BaFin die Hauptgesellschafter der Metro AG wegen vermuteten zweifelhaften Umgangs mit Stimmrechten ins Visier genommen. Demnach könnten die drei gemeinsam agierenden Metro-Großaktionäre, Otto Beisheim sowie die Familien Haniel und Schmidt-Ruthenbeck, über Jahre hinweg die Veröffentlichungspflichten im Zusammenhang mit ihren Stimmrechte verletzt haben. Insgesamt üben die Großaktionäre 56,5 Prozent der Stimmrechte aus. Im schlimmsten Fall droht den Betroffenen der Verlust von Dividendenansprüchen in dreistelliger Millionenhöhe.

BaFin prüft Verdacht

"Wir schauen uns den Sachverhalt an", wird eine Sprecherin der BaFin zitiert. Der Verdacht beruht auf Vorgänge aus den Jahren 2000 bis 2002. Die Metro Vermögensverwaltung, in der die drei Großaktionäre ihre Anteile gebündelt haben, hatte erst im März dieses Jahres gemeldet, dass Anfang 2001 einer Gesellschaft namens Baluba Investment mit Sitz in Guernsey zeitweise ein Stimmrechtsanteil von 56,5 Prozent an der Metro AG zuzurechnen war. Solche eine Verschiebung der Stimmrechte muss jedoch unverzüglich gemeldet werden. Ist dies nicht der Fall, so kann das Recht auf die Dividende erlöschen.

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