Merck
- Marion Schlegel - Redakteurin

Merck KGaA: Zulassung für wichtigen Hoffnungsträger

Schöner Erfolg für den DAX-Konzern Merck. Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat dem neuen Multiple-Sklerose-Mittel Mavenclad die Zulassung erteilt. Damit kann nun die Vermarktung in 28 Ländern der Europäischen Union sowie Island, Liechtenstein und Norwegen starten. Mavenclad ist die erste orale Kurzzeittherapie, die bei MS-Patienten mit hoher Krankheitsaktivität bezüglich der Schlüsselkriterien Behinderungsprogression, annualisierte Schubrate und Krankheitsaktivität gemäß Magnetresonanztomographie (MRT)-Befund wirkt. Mavenclad mit dem Wirkstoff Cladribin zählt neben dem Krebsmittel Bavencio zu den wichtigsten Hoffnungsträgern im Pharmageschäft der Darmstädter. Das Mittel gilt als Nachfolger von Mercks umsatzstärksten Präparat, dem MS-Mittel Rebif, dessen Erlöse zuletzt konkurrenzbedingt rückläufig waren. Rebif musste im Gegensatz zu Mavenclad gespritzt werden.

„MS ist weltweit eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen. Wir freuen uns, dass wir mit der EU-Zulassung von Mavenclad Patienten und Ärzten eine neue Behandlungsoption mit innovativem Verabreichungskonzept für Patienten mit schubförmiger MS mit hoher Krankheitsaktivität anbieten können“, sagte Belén Garijo, CEO Healthcare und Mitglied der Geschäftsleitung von Merck. „Dies ist ein entscheidender Fortschritt bei der Behandlung von MS.“

„Multiple Sklerose betrifft über 700.000 Menschen in ganz Europa und kann bis heute nicht geheilt werden“, sagte Anne Winslow, Präsidentin der Europäischen MS-Plattform (EMSP). „Neue Behandlungsoptionen werden entscheidend dazu beitragen, die Lebensqualität der Menschen mit aktiver schubförmiger MS zu verbessern.”

Wichtig wäre nun auch, dass die Zulassung am wichtigen US-Markt gelingt. Charttechnisch ist die Aktie von Merck insbesondere auch im Zuge der Zahlen zum zweiten Quartal deutlich angeschlagen. Im Bereich von 90 Euro scheint der Wert jedoch einen Boden auszubilden. Risikobereite Anleger können auf diesem Niveau auf eine Erholung spekulieren. Wichtige Hürden nach oben sind die 100-Euro-Marke sowie die knapp darüber verlaufende 200-Tage-Linie.

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