Merck
- Thomas Bergmann - Redakteur

Merck-Aktie: Bestätigen die Zahlen den Kursverlauf?

Die Merck-Aktie hat einen eindrucksvollen Aufschwung hinter sich. Zum Wochenausklang markierte der DAX-Wert sogar ein neues Allzeithoch. Am Dienstag werden die Aktionäre einen Eindruck gewinnen, ob der Anstieg auch gerechtfertigt ist.

Der harte Sparkurs und der Trend zu größeren Fernsehern dürften dem Pharma- und Chemiekonzern im ersten Quartal mehr Gewinn eingebracht haben. Am Dienstag wird der DAX-Konzern zeigen, ob die Analysten Recht behalten.

Mehr Umsatz, mehr Gewinn

Im Schnitt wird ein Anstieg des operativen Ergebnisses vor Sondereinflüssen (EBITDA) auf 772 Millionen Euro erwartet. Dies wäre ein Plus von fast 15 Prozent im Jahresvergleich. Der Konzernumsatz soll um fünf Prozent auf 2,77 Milliarden Euro zulegen.

Neben einem konkreteren Ausblick interessieren sich Investoren vor allem für die Entwicklung der größten Sparte Merck Serono. Merck hat dort sein Geschäft mit patentgeschützten Medikamenten gebündelt. Die Sparte trägt den größten Batzen zum Konzernumsatz bei und soll mit dem im Vorjahr angestoßenen Konzernumbau profitabler und wettbewerbsfähiger aufgestellt werden.

Gewinnträchtige Kristalle

Im Fokus steht auch das Geschäft der Sparte Performance Materials, zu der auch die lukrativen Flüssigkristalle gehören. Der Darmstädter Konzern ist Weltmarktführer bei den Kristallen, die unter anderem in Flachbild- Fernsehern, Handy-Displays oder auch Laptops zum Einsatz kommen. Die Kristalle haben sich für Merck mit Margen von deutlich mehr als 40 Prozent zu außergewöhnlichen Ertragsperlen entwickelt. Die fehlenden Erfolge mit Neuentwicklungen aus der Pharmasparte gleicht der Konzern bislang auch mit Gewinnen aus dem Flüssigkristall-Geschäft aus.

Optimistischer Ausblick

Auf der Hauptversammlung vor wenigen Tagen hatte sich der Vorstand zuversichtlich gezeigt. Bis 2014 stellte er weitere Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis in Aussicht. Im laufenden Jahr soll das organische Umsatzwachstum moderat zulegen. Das operative Ergebnis (EBITDA) vor Sonderposten soll stärker steigen als der Umsatz. Einen deutlichen Zuwachs erwarten die Darmstädter beim Konzernergebnis, da in diesem Jahr geringere Sondereffekte anfielen. Bis 2017 will Deutschlands drittgrößter Pharmakonzern insgesamt 385 Millionen Euro pro Jahr einsparen.

Merck

DER AKTIONÄR bleibt bullish für Merck. Das Hebelzertifikat auf den DAX-Konzern, das im Derivate-Musterdepot aufgeführt ist, bleibt ebenfalls an Bord.

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| Stefan Limmer | 0 Kommentare

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