DMG MORI SEIKI
- DER AKTIONÄR

Meisterlich

Das Geschäft bei den Maschinenbauern brummt dank steigender Investitionsgüternachfrage wie selten zuvor. Gildemeister zählt zu den Hauptprofiteuren dieses Booms. Die Firma hat ihre Aktionäre im ersten Halbjahr 2006 mit einem starken Ergebnis überrascht. So konnte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 14 Prozent auf 591 Millionen Euro gesteigert werden, der Jahresüberschuss legte von 1,7 Millionen auf 6,3 Millionen Euro zu.

Das Geschäft bei den Maschinenbauern brummt dank steigender Investitionsgüternachfrage wie selten zuvor. Gildemeister zählt zu den Hauptprofiteuren dieses Booms.

Gildemeister hat seine Aktionäre im ersten Halbjahr 2006 mit einem starken Ergebnis überrascht. So konnte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 14 Prozent auf 591 Millionen Euro gesteigert werden, der Jahresüberschuss legte von 1,7 Millionen auf 6,3 Millionen Euro zu.

Nachholbedarf

Generell befindet sich die Branche momentan im Aufwind. Die Expansion, die seitens der deutschen Industrie in den letzten Jahren versäumt wurden, sorgt aktuell für eine stark anziehende Nachfrage nach Ausrüstungs- und Anlageninvestitionen. Durch die hohe Exportnachfrage stieg der Auslastungsgrad deutscher Betriebe kontinuierlich an und liegt inzwischen bei über 85 Prozent – viele stoßen bereits an ihre Kapazitätsgrenzen, was Erweiterungsinvestitionen unumgänglich macht. Verstärkt wird diese Entwicklung durch die Abschaffung günstiger Abschreibungsbedingungen zum Ende des nächsten Jahres, von denen die Unternehmen noch möglichst stark profitieren möchten. Diese Kombination aus Nachhol- und Vorzieheffekten beschert Maschinenbauern für die nächsten Monate glänzende Aussichten.

Rekordverdächtig

Marktführer wie Gildemeister bieten sogar noch deutlich mehr Wachstumspotenzial als die prognostizierten fünf Prozent für die Gesamtbranche. Die Bielefelder haben ihre Geschäfte in den letzten Jahren erfolgreich international ausgerichtet und auf die Bereiche Drehen, Fräsen und Laser fokussiert. Zudem baute das Unternehmen ein dichtes Vertriebs- und Servicenetzwerk auf um sich durch umfassende Serviceleistungen weiter von der Konkurrenz abzuheben. Die kürzlich vorgelegten Zahlen zum ersten Halbjahr 2006 belegen den Erfolg dieser Strategie. Für das Gesamtjahr visiert man einen Umsatz von 1,2 Milliarden Euro und eine Erhöhung des Jahresüberschusses von 40 Prozent an. Der für 2007 erwartete Gewinn je Aktie von etwa 64 Cent ergibt ein moderates KGV von 12. Bei den hervorragenden Wachstumsaussichten, die Gildemeister bietet, ist die Aktie damit klar unterbewertet.

Bei Schwäche kaufen

Bedenkt man, dass der Titel nicht einmal mit dem Viertel seiner Umsätze an der Börse bewertet ist, hat die Aktie noch einiges an Nachholpotenzial. Nach dem starken Kursanstieg der letzten Tage ist allerdings mit einer kleinen Korrektur zu rechnen. Anleger sollten daher ein Abstauberlimit im Bereich von sieben Euro setzen. Langfristig winken zweistellige Kurse.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 34/2006.

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| Michael Schröder | 0 Kommentare

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