Solon
- DER AKTIONÄR

Mehr ist nicht genug

Dass Anfang 2008 das Erneuerbare-Energien-Gesetz geändert wird, ist kein Geheimnis. Auch nicht, dass die jährliche Kürzung der Einspeisevergütung künftig über der bisherigen 5-Prozent-Marke liegen dürfte. Die meisten Solarfirmen haben längst reagiert und versuchen, große Teile ihres Geschäfts im Ausland abzuwickeln. Die neuen Zielmärkte liegen unter anderem im Mittelmeerraum.

Nach einem gelungenen ersten Halbjahr möchte Solon noch schneller wachsen als bisher erwartet – trotz der baldigen Novellierung des EEG.

Dass Anfang 2008 das Erneuerbare-Energien-Gesetz geändert wird, ist kein Geheimnis. Auch nicht, dass die jährliche Kürzung der Einspeisevergütung künftig über der bisherigen 5-Prozent-Marke liegen dürfte. Die meisten Solarfirmen haben längst reagiert und versuchen, große Teile ihres Geschäfts im Ausland abzuwickeln. Die neuen Zielmärkte liegen unter anderem im Mittelmeerraum. Der Bedarf in den Ländern ist enorm, die Sonnenausbeute wesentlich höher als hierzulande und die Förderungen stabil. Solon hat den deutschen Umsatzanteil in den vergangenen Jahren bereits auf 40 Prozent reduziert. Die Strategie geht auf: Das vorläufige Halbjahresergebnis fiel so positiv aus, dass der Vorstand prompt die Jahresprognose nach oben schraubte.

Prognose erhöht

In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2007 setzte Solon mit 193 Millionen Euro rund 36 Prozent mehr um als in der Vergleichsperiode 2006. Der Nettogewinn verbesserte sich im gleichen Zeitraum sogar um 58 Prozent auf 8,7 Millionen Euro. „Das gute Ergebnis kam unter anderem zustande, weil wir unsere Kosten im Griff haben“, kommentiert Vorstandschef Thomas Krupke den Gewinnsprung gegenüber dem AKTIONÄR. Die Geschäfte laufen so gut, dass er das ursprünglich geplante Umsatzwachstum von 30 Prozent im Jahr 2007 „deutlich“ übertreffen möchte.

Wachstumsmotor Europa

Dazu wird wesentlich das Geschäft im europäischen Ausland beitragen. Jüngst ergatterte Solon zwei Projekte in Spanien mit einem Umfang von insgesamt 60 Megawatt. Über weitere sechs Megawatt wird noch verhandelt. Ab 2008 dürfte auch die 40-prozentige Beteiligung an der italienischen Solarfirma Green Utility sowohl zum Umsatz als auch zum Ergebnis beitragen. Zudem startet Anfang des nächsten Jahres die Produktion einer neuen Fabrik in Tucson, Arizona. Somit stehen auch im nordamerikanischen Raum die Türen für weiteres Wachstum offen. Damit die erwarteten Aufträge auch bedient werden können, investiert Solon rund 20 Millionen Euro. Bis zum Jahresende soll die Produktionskapazität im Konzern von aktuell 130 auf 210 Megawatt ausgebaut werden.

Dabeibleiben

Die positiven Erwartungen des AKTIONÄRS haben sich bestätigt – seit der Kaufempfehlung im November 2006 hat das Solon-Papier rund 77 Prozent zugelegt. Neueinsteiger sollten Kursrücksetzer unter 50 Euro abwarten und können die Aktie dann einsammeln. Aufgrund der hohen Wachstumsraten ist das 2008er-KGV von 16 nicht zu teuer. Auch das im Branchenvergleich sehr günstige Kurs-Umsatz- Verhältnis unter 1 spricht für langfristig steigende Kurse.

Kursziel bei Solon: 68,00 Euro. Stopp: 40,80 Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 34/2007.

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| Alfred Maydorn | 0 Kommentare

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