Emqtec
- DER AKTIONÄR

Mehr Beachtung verdient

Es gibt Tage, da finden Unternehmensmeldungen schlicht und einfach keine Beachtung. So geschehen bei der Emqtec AG aus dem beschaulichen Friedberg-Derching bei Augsburg. Das auf Werkzeug- und Formenbau sowie die Herstellung von Spritzgussteilen spezialisierte Unternehmen hat Ende Juni den mit einem Volumen von 20 Millionen Euro größten Einzelauftrag der Firmengeschichte bekannt gegeben.

Ein Jahr nach dem IPO bewegt sich die Aktie des Kunststoffspezialisten seitwärts. Ein niedriges KGV und starkes Wachstum könnten bald zum Ausbruch führen.

Es gibt Tage, da finden Unternehmensmeldungen schlicht und einfach keine Beachtung. So geschehen bei der Emqtec AG aus dem beschaulichen Friedberg-Derching bei Augsburg. Das auf Werkzeug- und Formenbau sowie die Herstellung von Spritzgussteilen spezialisierte Unternehmen hat Ende Juni den mit einem Volumen von 20 Millionen Euro größten Einzelauftrag der Firmengeschichte bekannt gegeben. Emqtec übernimmt für Opel ab August 2009 die komplette Entwicklung, den Formenbau und die Serienproduktion sämtlicher Türrahmenblenden für die Modelle Astra und Meriva. Zum Kundenkreis der Bayern gehören unter anderem BMW, Mercedes, Audi und Volkswagen, wodurch die Firma unmittelbar vom Absatzboom deutscher Autohersteller profitiert. Neben dem Automobilsektor werden auch namhafte Hersteller von Haushaltsgeräten beliefert.

Wachstumstreiber Automobilindustrie

Der Auftrag von Opel macht klar, dass Emqtec im hart umkämpften Markt der Zulieferbetriebe ein gefragter Partner der Autohersteller ist. Auf die Frage nach weiteren Großaufträgen sagte Unternehmensvorstand Erwin Müller gegenüber dem AKTIONÄR: „Wir sind dran“. Die Automobilindustrie wird dabei wohl auch in Zukunft der Hauptumsatzträger bleiben. „Die Umsätze in diesem Bereich steigen seit Jahresbeginn stärker als in den anderen Segmenten.“, so Erwin Müller.

Hohes Wachstum erwartet

Das seit Juli 2006 im General Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notierte Unternehmen erwirtschaftete im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von knapp 27 Millionen Euro. Im ersten Quartal des laufenden Jahres verbuchte Emqtec bereits Erlöse von rund 9 Millionen Euro, wobei auf EBITBasis ein Überschuss von 0,8 Millionen Euro hängen blieb. Für das Gesamtjahr rechnet DER AKTIONÄR mit einem Umsatzwachstum von annähernd 40 Prozent auf 37 Millionen Euro und einem EBIT-Wert von 3,3 Millionen Euro. 2008 dürften bereits 44 Millionen Euro erlöst werden und das Ergebnis auf 4,2 Millionen Euro anziehen. Positiv auswirken wird sich dabei auch die Integration des früher zu Grundig gehörenden Werkzeug- und Formenbauunternehmens ITM Nürnberg. Laut Müller verlaufe diese innerhalb der eigenen Zielmarken.

Erste Position aufbauen

Die Tatsache, dass die Meldung über den Auftragseingang von Opel kaum Beachtung fand, könnte sich im Nachhinein auszahlen. Die noch weitestgehend unentdeckte Aktie ist nach Berechnungen vom AKTIONÄR auf dem aktuellen Kursniveau mit einem KGV für 2008 von 8 günstig bewertet. Spekulative Anleger können mit dem Aufbau einer Position beginnen.

Kursziel bei Emqtec: 8,50 Euro. Stopp: 4,00 Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 30/2007.

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