Alphabet
- Benedikt Kaufmann

Mehr als nur Google – Was steckt hinter Alphabet?

Vor drei Jahren kündigte Google-Gründer Larry Page eine neue Unternehmensstruktur an. Das Kerngeschäft wurde von den experimentellen „Other Bets“ abgetrennt – eine neue Holding namens Alphabet entstand. 

Die Aufspaltung in mehrere Tochtergesellschaften ermöglichte dem Konzern das erfolgreiche Wachstum des Werbegeschäfts auszuweisen und die hohen Finanzierungskosten der Zukunftssegmente getrennt zu bilanzieren.

Seither hat sich viel getan: Alphabet hat eine Reihe neuer Töchter gegründet, Nest wieder zu Google zurückgeholt und sogar einige Firmen wie den Mobile-Games-Entwickler Niantic Labs aus der Holding herausgelöst.

Aktuell verfügt Alphabet über 13 sogenannte „Other Bets“ aus den unterschiedlichsten Sektoren, von Telekommunikation über Biotech hin zu Selbstfahrenden Autos. Die Firma mit den besten Aussichten auf ein neues Milliardengeschäft ist Waymo. Die Selbstfahrer-Tochterplant gegen Ende des Jahres einen autonomen Fahrdienst in Arizona auf den Markt zu bringen. Die Analysten sind überzeugt – so sieht Morgan Stanley in den nächsten Jahrzehnten eine Firma heranwachsen, die mit über 175 Milliarden Dollar bewertet ist.

Potenzieller Kurstreiber

Sicherlich bleibt Alphabet ein digitales Werbe-Unternehmen. Hier verdient der Konzern die Profite und dorthin, so die Unternehmensführung, fließt auch der Großteil der Entwicklungs- und Forschungsausgaben. Für Anleger bleiben die „Other Bets“ dennoch ein potenzieller Kurstreiber. Dabeibleiben!

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