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- Michael Herrmann - Redakteur

Mega-IPOs: Nach Facebook, Groupon und Zynga nun auch Twitter?

Das IPO-Geschäft hat spätestens seit der Ankündigung von Facebooks Börsengang Fahrt aufgenommen. Einer der begehrtesten Kandidaten ist der Kurznachrichtendienst Twitter. Twitter-Gründer Jack Dorsey hat sich nun öffentlich zu einem möglichen Börsengang geäußert.

Innerhalb von nur sechs Jahren ist Twitter zu einem der wichtigsten Nachrichtendienste der Welt geworden. Monatlich über 100 Millionen Menschen nutzen den Kurznachrichtendienst. Nur das soziale Netzwerk Facebook hat noch mehr Nutzer. Wie bei Facebook mehren sich deshalb auch bei Twitter die Stimmen, die einen Börsengang fordern.

Euphoriebremse

Der Konzern selbst drückt im Gegensatz zu Facebook aber offiziell auf die Bremse. "Die einzigen Zeitpunkte zu denen wir über ein IPO reden, sind Interviews", sage Twitter-Gründer Jack Dorsay im Gespräch mit CBS. Das Management betont zudem immer wieder, dass man das Unternehmen erst an die Börse bringen will, wenn der Grundstein für ein solides und nachhaltiges Gewinnwachstum gelegt ist.

Viele Nutzer, kaum Umsatz

Genau daran hapert es bisher. Trotz der Millionen Nutzer hat Twitter noch kein überzeugendes Geschäftsmodell gefunden. Bei einem geschätzten Marktwert von 8,4 Milliarden Dollar setzte im vergangenen Jahr lediglich 139,5 Millionen Dollar mit Anzeigen um. Zum Vergleich: Facebook setzte im gleichen Zeitraum 3,15 Milliarden Dollar um.

Im Auge behalten

Angesichts der enormen Nutzerzahlen wäre Twitter zweifellos eine interessante Aktie. Findet das Management endlich einen Weg mit dem beliebten Dienst ordentlich Geld zu verdienen, dürften sich die Investoren um die Anteile reißen. DER AKTIONÄR wird Twitter im Auge behalten und die Anleger informieren, sobald sich die Anzeichen für einen Börsengang mehren.

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