Medigene
- Marion Schlegel - Redakteurin

Medigene mit neuem Erfolg – wann folgt der charttechnische Ausbruch?

Medigene kann erneut mit einer positiven Meldung aufwarten. Wie das Unternehmen mitteilte, hat das Institut für Zelluläre Therapie des Universitätsklinikums Oslo, Norwegen, vorläufige klinische Daten von Patienten mit akuter myeloischer Leukämie (AML) auf der 14. Cancer Immunotherapy Konferenz (CIMT) präsentiert. Diese Patienten wurden mit dendritischen Zell (DC)-Vakzinen behandelt, die unter Verwendung von Medigenes DC-Impfstofftechnologie hergestellt wurden. CIMT ist die größte Konferenz in Europa zur Erforschung und Entwicklung von Krebsimmuntherapien.

Die Posterpräsentation des Universitätskrankenhauses Oslo zeigt vorläufige Daten von fünf AML-Patienten, welche DC-Vakzine gegen die Antigene Wilm's tumor-1 (WT-1) und PRAME (preferentially expressed antigen in melanoma) erhielten. Die dafür verwendeten jungen, dendritischen Zellen wurden aus Monozyten nach Medigenes Reifungsprotokoll der neuen Generation gewonnen.

AML tritt besonders häufig bei älteren Patienten auf, für die eine intensive Chemotherapie oder Stammzelltransplantation zu belastend und risikoreich wäre. Deswegen ist eine Behandlung von AML bei dieser Patientengruppe schwierig und oft kommt es schon früh wieder zu Rückfällen. Die vorgestellten Daten stammen von fünf Patienten, bei denen mit der DC-Vakzinierung nach der Normalisierung des Blutbilds nach einer Chemotherapie als Erstbehandlung gestartet wurde.

Prof. Gunnar Kvalheim, Leiter der Abteilung für Zelltherapie am Universitätskrankenhaus in Oslo erklärt dazu: "Insgesamt zeigen diese Ergebnisse, dass junge, TLR-polarisierte DCs bei Patienten individuelle, spezifische T-Zell-Antworten induzieren oder verstärken können. Die klinischen Ergebnisse stehen in Zusammenhang mit den Immunreaktionen und können zu einem längeren Überleben dieser AML-Patienten führen, für die eine kurative Behandlung nicht in Frage kommt."

Wichtige Hürde

Die Aktie von Medigene, eine der Top-Positionen im Musterdepot des Biotech-Reports (www.biotech-report.de), hat seit Anfang April deutlich zulegen können. Am Widerstand bei 9,49 Euro ist das Papier jedoch vorerst gescheitert und anschließend eine Korrekturbewegung gestartet. In Anbetracht der anhaltend guten Nachrichtenlage dürfte ein erneuter Angriff auf diese Hürde aber nicht allzu lange auf sich warten lassen. Anleger bleiben in jedem Fall investiert. Ein Sprung über die Marke von 9,49 Euro würde weiteres Potenzial bis in den Bereich von 12,00 Euro eröffnen.

(Mit Material von dpa-AFX)

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