MEDIGENE
- Marion Schlegel - Redakteurin

Medigene erhöht finanziellen Spielraum – Online-Konferenz am Nachmittag

Medigene hat die Ergebnisse des vergangenen Geschäftsjahres 2015 veröffentlicht. Die Gesamterlöse sanken planmäßig im Vergleich zum Vorjahr insbesondere aufgrund von Einmalerlösen im Vorjahreszeitraum sowie geringerer Kostenerstattungen für Forschungs- und Entwicklungskosten auf 6,81 Millionen Euro (2014: 13,8 Millionen Euro). Dabei stiegen die Lizenzeinnahmen (Royalties) für Veregen, eine Salbe zur Behandlung von Genitalwarzen um acht Prozent auf 2,55 Millionen Euro (2014: 2,35 Millionen Euro). Die Forschungs- und Entwicklungskosten erhöhten sich 2015 plangemäß um 14 Prozent auf 8,53 Millionen Euro. Der Anstieg dieser Kosten ist hauptsächlich auf die Erhöhung der Ausgaben für präklinische und klinische Studien für Medigenes Immuntherapien zurückzuführen, die sich 2015, wie eingeplant, signifikant um 95 Prozent erhöhten. Diese Erhöhung wurde durch gesunkene Entwicklungsaufwendungen für andere, auslizenzierte Produkte teilweise ausgeglichen.

Des Weiteren stieg der EBITDA-Verlust im Jahr 2015 wie erwartet auf 9,50 Millionen Euro (2014: 2,07 Millionen Euro). Der Anstieg ist insbesondere auf die rückläufigen Einnahmen außerhalb des Kerngeschäfts sowie auf höhere Forschungs- und Entwicklungskosten für Medigenes Immuntherapieprogramme im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen. Medigene erhöhte zudem den Bestand an liquiden Mitteln und Festgeldern. Diese betrugen zum Stichtag 46,8 Millionen Euro (2014: 15,0 Millionen Euro). Dieser Anstieg ist auf die erfolgreich abgeschlossene Kapitalmaßnahme im Juli 2015 zurückzuführen.

Prognose erfüllt

Medigene hat damit die im 9-Monatsbericht angepasste Prognose für 2015 erfüllt. Darin hatte Medigene die EBITDA-Prognose verbessert auf neun bis zehn Millionen Euro und F&E-Aufwendungen für Immuntherapien auf sechs bis sieben Millionen Euro geschätzt, die aufgrund geringerer Kosten insbesondere für externe Dienstleister noch leicht unterschritten wurde. Auch die Veregen-Umsätze lagen im Rahmen der prognostizierten drei bis vier Millionen Euro.

Medigene plant im Jahr 2016 eine Ausweitung der klinischen Entwicklungsprogramme und dadurch eine weitere signifikante Erhöhung der Forschungs- und Entwicklungskosten im Bereich Immuntherapien auf neun bis elf Millionen Euro (2015: 5,5 Millionen Euro). Der EBITDA-Verlust wird im Jahr 2016 voraussichtlich zehn bis zwölf Millionen Euro betragen.

Die Ergebnisse liegen im Rahmen der Erwartungen des AKTIONÄR. Erfreulich ist der deutlich erhöhte finanzielle Spielraum. Anleger bleiben bei der Aktie in jedem Fall weiter investiert. Um 15 Uhr findet heute die Presse- und Analystenkonferenz statt, die im Internet live übertragen wird und somit online verfolgt werden kann.

(Mit Material von dpa-AFX)

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