DAX
- Andreas Deutsch - Redakteur

Max Otte: "Der DAX steigt auf 11.000 Punkte"

Nach der stärksten Woche im laufenden Jahr sind die Chancen auf eine Jahresendrallye gestiegen. Wichtigste Treibmittel für die Börsen sind die robuste US-Wirtschaft und die Unterstützung durch die Notenbanken. Max Otte sieht den DAX vor tollen Monaten.

"Bei den meisten großen Aktienindizes zeigt der Trend immer noch stramm nach oben", sagte Händler Markus Huber vom Broker Peregine & Black. Einige Anleger sehen die Jahresendrally bereits gestartet. So auch Max Otte, Vermögensverwalter, Fondsmanager, Bestsellerautor („Der Crash kommt“). „Die Jahresendrallye läuft bereits. Wenn uns die Weltpolitik keine allzu großen Striche durch die Rechnung macht, wird sie auch weiterlaufen. Wo Strafzinsen auf Kontoguthaben erhoben werden und die Immobilienmärkte schon hoffnungslos überbewertet sind, wird die Aktie zunehmend an Attraktivität gewinnen.“

„Rallye mangels Alternative“

Laut Daniel Saurenz von Feingold Research hat der aktuelle Aufschwung beim DAX kein allzu stabiles Fundament. „Aktien werden momentan eher wegen des erheblichen Mangels an Alternativen gekauft denn aufgrund von überragenden Aussichten für Konjunktur und Unternehmensgewinne“, sagt Saurenz. „Die Gewinnentwicklung würde eine längere Rallypause rechtfertigen, doch wohin mit dem Geld?“ Diese Frage stellten sich in Tagen negativer Zinsen für Großkunden immer mehr Anleger. Notgedrungen und mit mulmigem Gefühl stiegen sie dann in den Aktienmarkt ein. Die Weihnachtsrallye 2014 sei deshalb eine Rallye mangels Alternative.

Kaufen – aber was?

Für eine Rallye spricht auch die Historie. Seit Auflegung 1988 hat der DAX im Dezember im Schnitt 1,5 Prozent zugelegt. Im Januar gab es einen durchschnittlichen Kursgewinn von 1,6 Prozent. Auch Februar, März im April (0,7 Prozent, 1,1 Prozent und 1,6 Prozent) haben im Schnitt Gewinne gebracht. Erst der Mai brachte im Schnitt einen Verlust (0,2 Prozent). Welche Aktien bereit sind für die Rallye und – teilweise sehr viel – mehr Potenzial haben als der Gesamtmarkt, lesen Sie in der Titelstory des neuen AKTIONÄR.

(Mit Material von dpa-AFX)

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