MAN
- Norbert Sesselmann - Redakteur

MAN knallhart: Ex-Chef soll 237 Millionen Euro zahlen

Der ehemalige MAN-Chef Hakan Samuellson soll laut einem Zeitungsbericht die Kosten der Schmiergeldaffäre komplett übernehmen - insgesamt wären das 237 Millionen Euro. Operativ läuft es beim LKW-Bauer wieder rund. Wann bricht die Aktie endlich aus?

MAN verlangt laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung von seinem Ex-Chef Hakan Samuellson Schadensersatz in Höhe von 237 Millionen Euro. Dem Manager wird vorgeworfen, durch mangelhafte Kontrollsysteme Schmiergeldzahlungen ermöglicht zu haben

Vorwürde zurückgewiesen

In der Süddeutschen Zeitung wies Samuellsons Anwalt die Vorwürfe umgehend zurück: "Der Anspruch ist nicht begründet." Samuellson hatte Ende 2009 sein Amt niedergelegt und damit die Verantwortung für die Korruptionsaffäre übernommen. Ihm konnte aber bis heute kein Vergehen nachgewiesen werden.

Opertiv läuft es rund

Schadensersatzforderung hin oder her - operativ läuft es bei MAN wieder rund. Für das nun abgelaufene Geschäftsjahr 2010 erwartet der LKW-Bauer einen operativen Gewinn von rund einer Milliarde Euro. Genaue Zahlen werden am 01. März erwartet. Auch für 2011 stehen die Zeichen auf Wachstum. Vor allem in Lateinamerika wird ein Nachfrageboom erwartet.

Wann kommt der Ausbruch?

DER AKTIONÄR bleibt bei seiner langfristig positiven Einschätzung für MAN. Die Aktie befindet sich seit November in einer Seitwärtsrange - vergleichbar mit der viermonatigen Konsolidierung zwischen Mai und September 2010. Bricht die Aktie nach oben aus, dürften Anschlusskäufe folgen. Ein Stopp bei 74 Euro sichert die Position nach unten ab.

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