Magforce
- André Fischer - Redakteur

MagForce: Nächste Stufe zündet bald

Als ich die von den Marktteilnehmern völlig unterschätzte MagForce im AKTIONÄR Nr. 12/2017 („Pioniergewinne mit Krebs“) empfahl, notierte der Krebsspezialist noch bei 4,45 Euro. Nach einer darauffolgenden glatten Kursverdopplung ist der Titel wieder bis in den Bereich knapp oberhalb von 6,00 Euro zurückgekommen. Dieses Kursniveau sollten spekulativ ausgerichtete Anleger jetzt konsequent zu Neu- beziehungsweise Zukäufen nutzen. Denn: Die auf die nanotechnologische Krebsbehandlung ausgerichtete Berliner Biotech-Firma konnte jetzt eine zusätzliche Finanzierung in trockene Tücher bringen. Und diese hat es wahrlich in sich. 

Die Mega-Finanzierung mit der EIB als Durchbruch 

Die Europäische Investitionsbank (EIB) und MagForce haben eine Finanzierungsvereinbarung unterzeichnet, die es den Berlinern ermöglicht, in den nächsten drei Jahren im Fall der Einhaltung bestimmter Erfolgskriterien bis zu 35 Millionen Euro zu leihen. Die EIB will mit dieser Vereinbarung erreichen, dass an einem Glioblastom erkrankte Patienten dank der neuen Finanzierung bald einen leichteren Zugang zu der Behandlungsform von MagForce erhalten. Beim Glioblastom handelt es sich um den häufigsten hirneigenen Tumor bei Erwachsenen. Bisher gab es in diesem Bereich keine wirksame Behandlungsmethode. 

Die NanoTherm-Technologie 

Die Therapie von MagForce bringt magnetische Eisenoxid-Nanopartikel in Tumore ein, woraufhin diese über ein magnetisches Wechselfeld erwärmt werden. Diese Methode nennt sich NanoTherm-Technologie. Dank einer speziellen Beschichtung können diese Partikel in der weiteren Folge im Tumor verbleiben. Die Erhitzung der injizierten Partikel durch einen magnetischen Impuls zieht eine direkte Zerstörung der Krebszellen nach sich. Die NanoTherm-Therapie hat in klinischen Studien bereits eine hohe Wirksamkeit gezeigt. Neben der NanoTherm-Flüssigkeit hat MagForce den sogenannten NanoActivator entwickelt. Dieser ist für die Erzeugung des Magnetfeldes verantwortlich. 

Was die EIB-Finanzierung alles ermöglicht 

Die neue Finanzierung durch die EIB im Volumen von bis zu 35 Millionen Euro unterstützt den Roll-out-Plan von MagForce für Europa auf entscheidende Weise. Dieser sieht vor, schnellstmöglich NanoActivator-Geräte in mehreren europäischen Ländern zu platzieren. Damit wird Hirntumorpatienten ermöglicht, sich direkt in ihren Heimatländern in eine Behandlung zu begeben. Die EIB-Finanzierung leistet aber noch viel mehr. So unterstützt die Transaktion die europaweite Einführung der NanoTherm-Therapie. Zudem wird sie MagForce dabei helfen, die EU- und weltweite Zulassung der Therapie zur Behandlung von Prostatakrebs zu beantragen. 

In den USA haben die Berliner bereits einen Antrag zur Genehmigung der Durchführung einer klinischen Studie bei der US-Zulassungsbehörde FDA für die NanoTherm-Therapie zur Behandlung von intermediärem Prostatakrebs eingereicht. 

Angesichts der neuen Vereinbarung der EIB ist davon auszugehen, dass MagForce in dieser Indikation im Verlauf des Jahres 2018 die Zulassung schafft, was den US-Markteintritt bis spätestens Anfang 2019 ermöglichen sollte. In diesem Szenario würden die Berliner bereits in 2019 Erlöse im Volumen von 100 Millionen Dollar erzielen. 

Entscheidende Weichen wurden gestellt 

Läuft alles nach Plan, könnte MagForce parallel hierzu auch erfolgreich Nanopartikel der nächsten Generation entwickeln, die beispielsweise zum Transport von Medikamenten eingesetzt werden könnten. In diesem „Best-case“-Szenario dürfte die Berliner Biotech-Gesellschaft im Jahr 2025 auf ein Umsatzvolumen von annähernd einer Milliarde Euro kommen. Es sollte klar sein, dass der Krebsspezialist in diesem Szenario um ein Vielfaches höher stehen dürfte. Das ist aus heutiger Sicht zwar alles noch Zukunftsmusik – die entscheidenden Weichen für eine bahnbrechende Biotech-Erfolgsstory sind jetzt aber endgültig gelegt worden. 

Bahnbrechendes Verfahren – jetzt rechtzeitig positionieren 

In diesem Zusammenhang muss man sich immer vor Augen führen, dass die Anwendung von MagForce den Tumor von innen heraus bekämpft und umliegendes gesundes Gewebe geschont wird. Zudem sind die Nebenwirkungen der Behandlung deutlich geringer als bei den derzeit verwendeten Standardtherapien. Mit anderen Worten: Das Verfahren von MagForce ist als potenziell bahnbrechend einzustufen. 

Von mir im Anfangsstadium entdeckte Biotech-Perlen wie etwa Morphosys, Alexion oder auch Celgene zeigen übrigens, dass im Biotech-Sektor – bezogen auf die möglichen prozentualen Wertzuwächse – grundsätzlich nichts unmöglich ist. Man sollte sich daher bei MagForce jetzt rechtzeitig positionieren, da einstellige Notierungen schneller der Verganenheit angehören könnten, als man heute noch für möglich hält.

 

HINWEIS AUF INTERESSENKONFLIKTE GEMÄSS §34b WpHG: 

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in diesem Artikel angesprochenen Finanzinstrumente (MagForce) oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren. 

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, beabsichtigt unmittelbar und/ oder mittelbar im zeitlichen Zusammenhang Positionen über die in diesem Artikel angesprochenen Finanzinstrumente (MagForce) oder hierauf bezogene Derivate einzugehen, sodass er von der durch diesen Artikel etwaig resultierenden Kursentwicklung profitiert. 

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