- DER AKTIONÄR

Mach mal lauter!

Das alte Lied

Börsianern, die den Hype bei Internet-Aktien 1999/2000 mitgemacht haben, dürfte der Name Loudeye gut in Erinnerung sein. Im März 2000, zur Hochzeit des Booms, ging das Unternehmen an die Börse. Das Papier legte am ersten Handelstag um sagenhafte 150 Prozent zu und schloss bei 40 Dollar (Emissionspreis 16 Dollar) - für die damalige Zeit nichts Ungewöhnliches. Dafür war das anschließende Schicksal dem vieler IT-Papiere ebenfalls ähnlich: Loudeye fiel ins Bodenlose. Erst im April 2003 kam die Notierung zum Halt - bei 18 Cent. Seitdem hat sich das Papier extrem volatil gezeigt.

Wie Phönix aus der Asche

Der jüngste größere Kursschub (von einem auf 2,50 Dollar) lässt sich auf die Ankündigung zurückführen, dass Loudeye dem Unternehmen Music Choice seine Dienstleistungen bei der Datenverschlüsselung für Audio- und Videodateien zur Verfügung stellen werde. Music Choice, ein Gemeinschaftsprojekt unter anderem von Microsoft, Sony und EMI, ist ein Anbieter von Musikprogrammen über TV und Breitband. Zudem kündigte der Musiksender MTV an, er wolle zwei Online-Musikplattformen starten und dabei auf die Dienste von Loudeyes OD2 zurückgreifen. Loudeye hatte den britischen Online-Musikanbieter OD2 im Sommer vom Rockmusiker Peter Gabriel übernommen.

Fazit: Die neuesten Aufträge für Loudeye dürften auch Anleger neugierig machen. Allerdings sollte man angesichts der geringen Marktkapitalisierung des Unternehmens und der Volatilität der Aktie wirklich nur einen Bruchteil seines Depots investieren.

ISIN US5457541036
Kurs am 29.12.2004 1,58 €
Empfehlungskurs 1,77 €
Ziel 3,40 €
Stopp 1,25€
KGV 2005e ---
Chance/Risiko 5/5

 

Hinweis: Der Artikel ist in Ausgabe #01/05 von DER AKTIONÄR erschienen.

 

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