Lynas
- Markus Bußler - Redakteur

Lynas: Paukenschlag

Die Analysten haben reihenweise den Daumen gesenkt, die Anleger sind aus der Aktie geflohen und auch DER AKTIONÄR hatte zuletzt zum Verkauf der Aktie des australischen Minenunternehmens Lynas geraten. Doch heute kommt der Paukenschlag: Die Atombehörde von Malaysia hat die temporäre Betriebsgenehmigung erteilt.

Damit hat wohl kaum einer am Markt mehr gerechnet: Lynas hat von der Atombehörde die temporäre Betriebserlaubnis für die „Lynas Advanced Materials Plant" (LAMP) erhalten. In der Anlage sollen künftig Seltene Erden produziert werden. „Diese Lizenz zu erhalten, bedeutet für Lynas einen Meilenstein", freut sich Vorstand Nicholas Curtis. Lynas darf jetzt das Selteneerden-Konzentrat aus Australien in die Anlage bringen. Der Ofen soll das erste Mal im Oktober befeuert werden.

Überraschende Wende

Nahezu alle Marktbeobachter hatten damit gerechnet, dass Lynas die Genehmigung der Behörde nicht so schnell erhalten wird. Längst ist die Anlage zu einem Politikum geworden. Die Opposition hatte gegen Lynas mobil gemacht. Und vieles deutete daraufhin, dass so schnell keine Seltenen Erden produziert werden können. Nun scheint sich die Lage zu ändern. Nun, nur kurz nachdem Lynas gemeldet hat, dass die Phase 1 des Baus der Anlage abgeschlossen ist, kommt die Genehmigung gerade recht. Zwar ist noch immer nicht geklärt, ob Lynas nicht doch eine Kapitalerhöhung durchführen wird, um die Mehrkosten der Anlage zu decken. Diese dürfte sich aber angesichts der nun viel besseren Aussichten wesentlich leichter platzieren lassen.

DER AKTIONÄR  war ebenfalls zuletzt skeptisch für das Papier und lag damit angesichts des heutigen Kurssprungs falsch. Die Aktie muss nun neu bewertet werden. Und damit dürfte Lynas eine Sonderstellung erhalten, da der Konzern derzeit der einzig ernstzunehmende Konkurrent für China bei der Produktion von Seltenen Erden ist.

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