Lynas Corporation
- Markus Bußler - Redakteur

Lynas: Kapitalerhöhung

Der australische Seltene-Erden-Konzern Lynas zeigt sich zuversichtlich, im Dezember mit der Produktion von Seltenen Erden auf Malaysia beginn zu können. Zudem gab Vorstand Nicholas Curtis Details zu der Kapitalerhöhung bekannt.

Bereits am 15. November hat Lynas eine erste Tranche der Kapitalerhöhung durchgeführt. Dabei wurden insgesamt 80 Millionen neue Aktien zu 0,75 Australische Dollar ausgegeben. Bis zum 22. November sollen dann noch einmal 120 Millionen Aktien zu 0,75 Australische Dollar ausgegeben werden. Zusammen hätte Lynas dann 150 Millionen Australische Dollar eingesammelt. Dazu kommen noch 50 Millionen aus einer weiteren öffentlichen Kapitalerhöhung.

„Die Anlage ist sicher"

Durch das frische Kapital sollte Lynas in der Lage sein, die Durststrecke bis zum Produktionsstart zu überwinden. Der Start der Produktion soll im Dezember sein. Die volle Auslastung soll im zweiten Halbjahr 2013 erreicht werden. Der Produktionsbeginn hatte sich mehrfach verzögert, da Oppositionsparteien und Umweltverbände gegen die Anlage mobil gemacht haben. Erst Anfang November wurde eine Klage abgewiesen. „Die Anlage in Malaysia ist sicher für unsere Mitarbeiter und sogar noch sicherer für die Bevölkerung", stellte Nicholas Curtis während der Hauptversammlung heute in Australien klar.

Die Aktie von Lynas kann nach den gestrigen Gewinnen heute erneut leicht zulegen. In den kommenden Wochen dürften für die Kursentwicklung der Lynas-Aktie mehr und mehr die Preise für Seltene Erden in den Vordergrund treten. Dabei produziert Lynas vor allem leichte Seltene Erden. Diese Preise standen aber in den vergangenen Wochen teils beträchtlich unter Druck. Die Kapitalerhöhung schient im Kurs mittlerweile eingepreist zu sein. Zwar kann es im Anschluss noch zu einigen Umschichtungen kommen, die den Kurs beeinträchtigen könnten, doch das Schlimmste dürfte wohl überstanden sein. Auf dem aktuellen Niveau können sehr risikobewusste Anleger eine erste Position aufbauen. Allerdings sind die Gefahren nach wie vor nicht von der Hand zu weisen: Insbesondere neue Klagen gegen die Anlage könnten den Kurs erneut unter Druck bringen.  

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