- Benedikt Kaufmann

Lyft rollt mit High-Speed an die Börse – Anleger aufgepasst!

Uber will Ende 2019 an die Börse und auch die Pläne von Lyft werden konkret. Der Fahrdienstleister hat am Donnerstag bei der SEC einen vertraulichen Antrag zur Zulassung des IPO gestellt. Damit könnte Lyft dem großen Konkurrenten zuvorkommen, denn der Börsengang könnt schon in der ersten Jahreshälfte 2019 erfolgen.

Regulierungen wie bei anderen Taxiunternehmen – Fehlanzeige. Löhne, die zum Leben reichen – Fehlanzeige. Dennoch fahren für Lyft und Uber insgesamt etwa vier Millionen Menschen. Oft suchen sie das schnelle Geld, um über die Runden zu kommen. Manche sprechen hier von Ausbeutung, andere freuen sich auf zwei spektakuläre Börsengänge.

Denn Uber und Lyft sind Pioniere der sogenannten Gig-Economy - einem Teil des Arbeitsmarktes, bei dem kleine Aufträge kurzfristig an unabhängige Freiberufler oder geringfügig Beschäftigte vergeben werden. Ein Milliardengeschäft. Der Börsenwert von Uber wurde auf 120 Milliarden Dollar angesetzt. Lyft wurde in der letzten Finanzierungsrunde mit 13,3 Milliarden Dollar bewertet.

Zudem tobt zwischen den beiden Fahrdienstleistern ein regelrechter Konkurrenzkampf – insbesondere auf dem US-Markt. Lyfts Anteil wuchs hier zuletzt auf 29 Prozent, während Ubers Anteil von 87 auf 69 Prozent schrumpfte.

Spannend werden die Börsengänge auch für Anleger. Am Markt dürfte ein Härtetest der Gig-Economy anstehen, denn profitabel sind beide Unternehmen nicht. Und zumindest Uber kann auch nicht mit hohen Wachstumsraten glänzen.

Mehr zu den IPOs 2019, der deutschen IPO-Landschaft und dem erfolgreichsten IPO 2018 lesen Sie auch in der nächsten Ausgabe von DER AKTIONÄR.

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