LVMH - Moet Hennessy Louis Vuitton SE
- Tamara Bauer - Redakteurin

LVMH-Aktie lässt die Korken knallen - Luft bis ...

Luxus-Titel waren für eine lange Zeit die großen Sorgenkinder im Depot. Jetzt brummt das Geschäft wieder. Als Branchenfavorit kristallisiert sich ganz klar das französische Traditionsunternehmen LVMH heraus.

Er gehört zu den reichsten Männern Frankreichs und sogar der Welt. Die Rede ist von Bernard Arnault. Wer seinen Namen nicht kennt, der wird – zumindest in Großstädten – nicht umhinkommen an einer seiner Luxusläden vorbeizulaufen. Obwohl Bernard Arnault der reichste Mann Frankreichs ist, gehört er nicht zu den beliebtesten Franzosen. Er ist in seinem Heimatland als ein eiskalt kalkulierender Geschäftsmann bekannt, der niemals mit seinen erreichten Zielen zufrieden ist. Dabei könnte er das sein. Denn in Frankreich ist der Konzern schon längst die Nummer Eins. Und auch in Europa darf sich LVMH mit dem Titel „wertvollstes Markenunternehmen“ mit einem Wert von 84,5 Milliarden Euro schmücken.

Zahlen mit Wow-Effekt

Insgesamt zeichnete LVMH vom Europa-Geschäft ein positives Bild. Die einzige Ausnahme ist der Heimatmarkt Frankreich, der zehn Prozent zum Geschäft beisteuert. Hier machte sich die sinkende Zahl der Touristen bemerkbar. Viele von ihnen meiden nach den islamistischen Anschlägen in Paris und Nizza das Land. LVMH hat seinen Umsatz vor allem in Amerika und China in Schwung gebracht. Die Einnahmen stiegen im dritten Quartal währungsbereinigt um sechs Prozent auf 9,14 Milliarden Euro. Experten waren nur von 8,91 Milliarden Euro ausgegangen. In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres lag das organische Umsatzwachstum bei fünf Prozent.

Während die Bekleidungs- und Lederwarensparte, zu der die Marken Louis Vuitton und Kenzo gehören, im ersten Halbjahr noch das Sorgenkind von LVMH war, stach sie im dritten Quartal besonders positiv hervor. Der Umsatz war damals noch um 0,8 Prozent geschrumpft und hatte organisch gerade einmal das Vorjahresniveau erreicht. Jetzt weht ein ganz anderer Wind: Der Umsatz stieg hier um 5,7 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro, während Analysten nur von zwei Prozent ausgegangen waren.

Deutschland-Premiere

Die starken Zahlen von LVMH sind das Ergebnis einer cleveren Strategie: Das Unternehmen hat sich in den vergangenen Jahren noch breiter aufgestellt und die sinkende Nachfrage nach bestimmten Luxusartikeln abgefedert. Im Oktober 2016 wurde bekannt, dass LVMH zum Januar 2017 den Kölner Kofferhersteller Rimowa mehrheitlich übernehmen wird. LVMH erwarb einen Anteil von 80 Prozent für 640 Millionen Euro. Ein sinnvolles Investment, schließlich steigt die Nachfrage nach hochwertigem Gepäck vor allem in den Schwellenländern deutlich. Zudem glänzt das deutsche Traditionsunternehmen mit einem Umsatzwachstum von 30 Prozent im laufenden Jahr. Der Umsatz werde sich auf mehr als 400 Millionen Euro belaufen, teilte LVMH im Zug der Übernahme mit.

Luxuriöse Aussichten fürs Depot

Wenn Bernard Arnault an seinem jetzigen Kurs festhält dürfte auch das angestrebte Wachstumsziel locker zu schaffen sein. Während die gesamte Luxusbranche bis 2020 beim Umsatz knapp zwei bis drei Prozent wachsen soll, strebt LVMH beim Umsatz ein Wachstum von 7,3 Prozent an, beim Gewinn 6,8 Prozent. Nicht nur fundamental eine luxuriöse Aussicht, sondern auch charttechnisch. Denn die LVMH-Aktien kletterten nach den Zahlen über den seit November gültigen Abwärtstrend und generierten damit ein Kaufsignal. Mit einem KGV von 21 ist der Luxus-Titel auch noch nicht zu teuer. Das Kursziel liegt bei 220 Euro. 

 


 

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