Lufthansa
- Thorsten Küfner - Redakteur

Lufthansa kappt Gewinnprognose: Was ist jetzt zu tun?

Nachdem die Aktie der deutschen Lufthansa zuletzt ohnehin schon schwach gelaufen ist, folgt nun der nächste Nackenschlag für die Anteilseigner der Kranich-Airline: Wegen eines Buchungseinbruchs vor allem bei den Langstreckenflügen nach Europa kappte Vorstandschef Carsten Spohr am Mittwoch seine Gewinnprognose für 2016.

Nach den Terrorattacken und der gestiegenen politischen und wirtschaftlichen Unsicherheit hätten die Vorausbuchungen deutlich nachgelassen. "Eine vollständige Aufholentwicklung hält der Vorstand aus heutiger Sicht für nicht mehr wahrscheinlich", teilte der DAX-Konzern überraschend am Abend mit.

Die zentrale Zielgröße, der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (bereinigtes Ebit), wird dem Vorstand zufolge in diesem Jahr daher nicht mehr den Vorjahreswert von 1,8 Milliarden Euro erreichen. Bisher hatte das Management eine leichte Steigerung angepeilt. Analysten gingen jedoch bereits eher von 1,7 Milliarden Euro aus.

Es gibt bessere Alternativen
DER AKTIONÄR rät weiterhin davon ab, die Aktie der Lufthansa zu kaufen. Mutige Anleger können sogar nach wie vor auf den in Ausgabe 24/2016 empfohlenen Wave-Put mit der WKN XM9NYL setzen. Ansonsten bieten sich im Luftfahrtsektor die beiden Billigflieger Ryanair und Easyjet an – allerdings wird angesichts des schwierigen Marktumfeldes sowie des Brexits hier ebenfalls eine gewisse Portion Mut benötigt.

(Mit Material von dpa-AFX)

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