Lufthansa
- Thomas Bergmann - Redakteur

Lufthansa-Aktie - neuer Ärger

Händlern zufolge sollten Anleger die Aktie der Lufthansa am Donnerstag im Auge behalten. Das US-Justizministerium ermittelt laut Medienberichten wegen möglicher Preisabsprachen gegen mehrere große Fluggesellschaften. Die Auswirkungen auf den Aktienkurs sollten sich aber in Grenzen halten.

Die Lufthansa sei zwar nicht direkt betroffen, sagte ein Händler. Die Stimmung für die Branche sieht er gleichwohl belastet. Im US-Handel hätten Papiere der Airlines zu den schwächsten gehört.

Verbotene Absprachen

Die Kartellwächter haben im Rahmen der Untersuchung Dokumente von den Airlines angefordert und Vorladungen verschickt, wie Sprecher des Ministeriums und der betroffenen Unternehmen am Mittwoch unter anderem gegenüber der Washington Post bestätigten. Die marktbeherrschenden US-Fluggesellschaften werden demnach verdächtigt, unter anderem durch gemeinsame Ticket-Verknappung ihre Preise auf verbotene Art in die Höhe zu treiben.

Noch keine Entwarnung

Die Nachrichten aus Amerika dürften die deutschen Anleger weniger tangieren. Wesentlich nachhaltiger wäre Einigungen in den Tarifstreitigkeiten der Lufthansa mit der Kabinengewerkschaft Ufo oder mit der Pilotenvereinigung Cockpit. Solange hier keine Lösung gefunden wird, bleibt DER AKTIONÄR bei seiner Einschätzung.

(mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

Lufthansa: Wirtschaftlicher Schaden wird größer

Die Pilotenstreiks bei der Lufthansa gehen weiter. Nach Angaben der Airline sind heute 890 Flüge mit 98.000 Passagieren gestrichen. Der DAX-Konzern hatte am Montagabend den Versuch aufgegeben, die Ausstände noch vor Gericht stoppen zu wollen. Ob es bald zu weiteren Arbeitsniederlegungen kommt, … mehr