Lufthansa
- Thorsten Küfner - Redakteur

Lufthansa: Wirtschaftlicher Schaden wird größer

Die Pilotenstreiks bei der Lufthansa gehen weiter. Nach Angaben der Airline sind heute 890 Flüge mit 98.000 Passagieren gestrichen. Der DAX-Konzern hatte am Montagabend den Versuch aufgegeben, die Ausstände noch vor Gericht stoppen zu wollen. Ob es bald zu weiteren Arbeitsniederlegungen kommt, blieb zunächst offen.

Weitere Streiks sind nach Angaben des VC-Sprechers Jörg Handwerg jederzeit mit einem Vorlauf von 24 Stunden möglich. Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung macht sich bei der Lufthansa bereits ein Buchungsrückgang bemerkbar. Unter Berufung auf Unternehmenskreise und Kreise der Vereinigung Cockpit berichtet die "Bild"-Zeitung über Rückmeldungen aus dem Lufthansa-Management, wonach die Buchungsrückgänge "deutlich spürbar sind".

Nach Angaben des Blattes liegen die Kosten des Piloten-Streiks für die Lufthansa mittlerweile bei rund 15 Millionen Euro pro Tag. Der vergangenen Woche begonnene Ausstand habe damit schon Kosten von rund 75 Millionen Euro verursacht.

Darum geht es
Lufthansa und Cockpit streiten im Moment um die Gehälter von rund 5.400 Piloten der Lufthansa, Lufthansa Cargo und der Tochter Germanwings. Die VC verlangt für einen Zeitraum von fünf Jahren Tariferhöhungen von zusammen 22 Prozent bis April 2017. Lufthansa hatte für einen noch längeren Zeitraum 2,5 Prozent angeboten. Bei der Lösung weiterer offener Tariffragen lautete die Offerte 4,4 Prozent plus einer Einmalzahlung von 1,8 Monatsgehältern. VC hatte am Sonntagabend nach ergebnislosen Gesprächen mit Lufthansa abermals zu Streiks aufgerufen.

Aktie schlägt sich wacker
Trotz der andauernden Streiks sowie der dadurch entstehenden wirtschaftlichen Belastungen hat sich die Aktie der Lufthansa zuletzt relativ robust gezeigt. Nichtsdestotrotz sollten Anleger, die sich im Luftfahrtsektor positionieren wollen, lieber auf die Aktie von Ryanair setzen.

(Mit Material von dpa-AFX)

 

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