Lufthansa
- Werner Sperber - Redakteur

Lufthansa: Shorties gehen

Die Fachleute von Die Actien-Börse Daily verweisen auf den starken Kursrückgang von Dienstag und auf das wohl deshalb nachgelassene Interesse der Leerverkäufer an der Deutschen Lufthansa. Die Shorties scheinen also wohl schon genug an sinkenden Notierungen der Fluggesellschaft verdient zu haben. Insgesamt sank die Zahl der leer verkauften Aktien im Monatsvergleich von 11,1 auf 9,8 Prozent der ausstehenden Anteile. Anleger sollten allerdings erst einsteigen, wenn der Kurs auf zwölf Euro gesunken ist.

Die Fachleute des Austria Börsenbrief verweisen auf den höheren Wettbewerbsdruck, der im ersten Quartal des laufenden Jahres zu sinkenden Preisen für Flugkarten geführt hat. Allerdings ist auch der Preis für Kerosin niedriger als ein Jahr zuvor. Entsprechend stieg zwar die Zahl der Fluggäste der Deutschen Lufthansa um 3,6 Prozent, sank der Umsatz um 0,8 Prozent und verringerte sich der operative Verlust stark auf nur mehr 53 Millionen Euro. Damit sind die Anleger nicht einverstanden gewesen, was zu einem entsprechend sinkenden Kurs geführt hat. Da der Vorstand allerdings für das Gesamtjahr weiter ein auch um Streikkosten bereinigtes Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von etwas mehr als im Vorjahr erwartet, scheint die Aktie nun wieder auf einem Einstiegniveau zu sein. Die Analysten der UBS raten weiter zum Kauf, haben jedoch ihr Kursziel von 19 auf 17,70 Euro gesenkt. Entsprechend sollten risikobereite Anleger auf eine Erholung auf rund 15 Euro in den kommenden Monaten setzen.

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