Lufthansa
- Thorsten Küfner - Redakteur

Lufthansa: Gewinnsprung um 79 Prozent, aber …

Es liest sich wirklich beeindruckend: Die Deutsche Lufthansa hat zwischen Juli und September des laufenden Jahres einen Gewinn von 1,4 Milliarden Euro verbucht. Das waren satte 79 Prozent mehr als im dritten Quartal des Vorjahres. Die Aktie reagiert darauf allerdings kaum, da der Grund hierfür ein Sondereffekt ist.

Denn vor allem die Umstellung der Betriebsrenten für die Flugbegleiter hat der Lufthansa einen kräftigen Gewinnsprung verschafft. Weil der Konzern den Flugbegleitern der Kernmarke Lufthansa künftig nicht mehr die Rentenhöhe, sondern nur noch die Einzahlungen in das Rentensystem garantiert, konnte er Rückstellungen in Höhe von gut 700 Millionen Euro auflösen. Der Konzern und die Gewerkschaft Ufo hatten sich dazu bereits vor einigen Monaten geeinigt.

Im laufenden Geschäft konnte der DAX-Konzern wegen des Preiskampfs in der Branche und der schwierigen Lage bei der Luftfracht das Niveau aus dem Vorjahr nicht halten. Der Umsatz ging um gut ein Prozent auf 8,8 Milliarden Euro zurück. Der um Sonderposten bereinigte operative Gewinn (bereinigtes Ebit) sank trotz deutlich niedrigerer Treibstoffkosten um sechs Prozent auf 1,15 Milliarden Euro. Ihre Wachstums- und Investitionspläne für das laufende Jahr hat das Unternehmen nun ein Stück weit eingedampft. Bei den Investitionen liegt dies aber auch an der verzögerten Auslieferung neuer Flugzeuge.

 

Wenig attraktiv
DER AKTIONÄR bleibt für die Aktie der Lufthansa skeptisch gestimmt. Der Konzern hat schwer mit der Konkurrenz durch Billigflieger (Ryanair greift die Lufthansa nun beispielsweise auch direkt in Frankfurt an) sowie von ausländischen Staaten gestützte Firmen wie etwa Etihad zu kämpfen. Es gibt im DAX derzeit einfach deutlich attraktivere Aktien.

(Mit Material von dpa-AFX)

 


 

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